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Tillandsia usneoides
 
   
 
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Tillandsia usneoides
Kelkheim 2012
 Tillandsia usneoides
Kelkheim 2012

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Name:Louisianamoos, Spanisches Moos (Tillandsia usneoides)
 
Beschreibung:Tillandsia usneoides, umgangssprachlich irreführenderweise Louisianamoos bzw. Spanisches Moos oder verallgemeinernd auch schlicht Tillandsie genannt, gehört zu den Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Mit Moosen ist sie nicht verwandt. Aufgrund ihrer Farbe oder genauer gesagt aufgrund der die Farbe verursachenden feuchtigkeitsauffangenden Trichome (Schuppen) wird Tillandsia usneoides den grauen Tillansien zugerechnet (es gibt auch grüne und weiße Tillandsien). Im Gegensatz zur weitverbreiteten Erscheinung von Bromeliengewächsen mit Blättern, die konzentrisch angeordnet sind, handelt es sich beim Louisianamoos um eine langgestreckte Pflanze mit fadenförmigen Blättern, die wie kurze seitliche Verzweigungen aussehen. Tillandsia usneoides besitzt -wie für Tillandsien typisch- keine Wurzeln, über die sie Nährstoffe aufnehmen kann, sondern lediglich Wurzeln zum Festhalten. Sie kommt in warmen Gebieten Nord- und Südamerikas mit hoher Luftfeuchtigkeit vor und hängt von Zweigen, Strom- bzw. Telefonleitungen, Dächern oder auch Felsen wie ein langer Bart herab.

Wasser und Nährstoffe nimmt das Spanische Moos ausschließlich über die Luft durch spezielle Schuppen auf ihren Blättern auf. Diese Schuppen sind auch übrigens für die gräuliche Farbe verantwortlich, denn die ganze Pflanze mit Ausnahme von abgestorbenen Teilen ist natürlich aufgrund des Chlorophylls wie bei jeder assimilierenden Pflanze grün. Die grüne Farbe wird sichtbar, wenn man sie anfeuchtet. Bei guter Pflege bildet Tillandsia usneoides pro Trieb eine unscheinbar gelblich-grüne Blüte.
 
Wasser:Wie schon erwähnt ist Tillandsia usneoides eine epiphytische Pflanze, die Wasser nur über auf den fadenförmigen Blättern befindliche Schuppen aufnimmt. Sie wird daher nicht gegossen, sondern muß bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit gehalten werden (Richtwert 60% oder mehr). Eine stark schwankende Luftfeuchtigkeit und zeitweise sehr trockende Luft ist dabei zulässig. Unter diesen Bedingungen braucht sie keinerlei zusätzliches Wasser. Wo die Luftfeuchtigkeit permanent zu niedrig ist, was man an dünner werdenen Blättern oder im weiteren Verlauf braun werdenden Blattspitzen erkennen kann, sollte sie alle paar Tage (nicht täglich!) mit weichem Wasser eingenebelt werden. Im Winter besteht beim Besprühen die große Gefahr, daß die Pflanze nur sehr langsam abtrocknet, dadurch Fäulnis entsteht und die Tillandsie dann eingeht. Daher sollte im Winter möglichst auf das Besprühen ganz verzichtet werden und die Pflanze besser an einem hellen Ort überwintert werden, an dem die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch ist (z.B. Küche oder Bad). Da man sie leicht und platzsparend irgendwo aufhängen kann, sollte es kein Problem sein, einen geeigneten Ort zu finden.

Für den suboptimalen Fall, daß man mit Wasser gelegentlich übersprühen muß, ist es absolut notwendig, sehr weiches Wasser zu verwenden. Enthält das Wasser zuviele Salze (insbesondere Kalk), verstopfen diese die Schuppen, mit denen die Pflanze Wasser aufnimmt, und die Pflanze vertrocknet trotz regelmäßiger äußerlicher Wasserzufuhr. Wenn man kalkiges Wasser abstehen läßt, verringert sich dadurch der Gehalt an gelöstem Kalk überhaupt nicht sondern steigt durch verdunstendes Wasser sogar an - ggf. bis zur Sättigungsgrenze, was man an Kalkablagerungen im Aufbewahrungsgefäß erkennen kann. Gut geeignet ist hingegen aufgefangenes Regenwasser oder ersatzweise destilliertes bzw. vollentsalztes Wasser, welches man z.B. im Baumarkt für wenig Geld erhält.
 
Licht:In ihrer Heimat ist Tillandsia usneoides voller Sonne ausgesetzt, und entsprechend mag sie es gern so hell wie möglich. Da es im Zimmer selbst am Fenster meistens zu dunkel ist, sollte man ihr im Sommer einen Aufenthalt auf dem Balkon oder der Terrasse gönnen bzw. sie an einem Baum aufhängen. Beim Ausräumen muß man sie jedoch wie alle Pflanzen zuerst langsam an die Sonne gewöhnt werden, denn sonst entsteht Sonnenbrand.
 
Temperatur:Tillandsia usneoides mag hohe Temperaturen. Im Winter sollten 15 °C nicht wesentlich unterschritten werden, wobei 10 °C die absolute Untergrenze darstellt.
 
Düngung:Eine Düngung ist nicht nur nicht erforderlich, da Epiphyten alle notwendigen Nährstoffe über die Luft aufnehmen, sondern sogar tendenziell schädlich, da es dabei sehr leicht zur Veralgung kommen kann. Dabei sterben die Pflanzenteile unter den Algen ab, was zum Tod der Pflanze führen kann. Im Falle von Algenbildung hilft es, die Pflanze nach kurzer Gewöhnung in die pralle Sonne zu hängen und dabei trocken zu halten, so daß die Algen absterben.
 
Vermehrung:Üblicherweise wird Tillandsia usneoides durch Teilung vermehrt. Selbstverständlich ist auch die Vermehrung über Samen möglich.
 
Sonstiges:Üblicherweise hängt man Tillandsia usneoides irgendwo auf, damit sie dekorativ nach unten hängen kann.
 
Verwandte Arten:Die Gattung Tillandsia umfaßt ca. 500 bekannte Arten. Als Bromeliengewächs ist sie zudem mit beispielsweise der  Ananas verwandt.
 
Preisbeispiel:Tillandsia usneoides ist in Deutschland vergleichsweise teuer. Ein kleiner Büschel mit ca. einem halben Meter Länge (also deutlich weniger als auf den Bildern) wird üblicherweise ab ca. 8 € aufwärts angeboten.

Tillandsia usneoides unter einem Baum
Bangkok/Thailand 2014
 Tillandsia usneoides als Sichtschutz
Koh Samui/Thailand 2014

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)