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Tillandsia seleriana
 
   
 
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Tillandsia seleriana (Mitte) Tillandsia seleriana blühend
Kelkheim 2014
 Tillandsia seleriana Blüte

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Name:Tillandsia seleriana
 
Beschreibung:Tillandsia seleriana ist eine knollenförmige Tillandsienart, die in ihrem Aufbau entfernt an eine Zwiebel erinnert. Sie ist eine der größeren Tillandsien und erreicht eine Länge von bis zu 20 cm. Die Heimat von Tillandsia seleriana liegt in Mittelamerika (Mexiko, Honduras, Guatemala), wo sie in Höhenlagen von bis zu ca. 2500 m vorkommt und dort häufig von Ameisen bewohnt wird. Sie wächst als epiphytische Pflanze auf Sträuchern, Bäumen etc., d.h. sie nutzt ihre Wirtspflanze lediglich als mechanischen Träger, entzieht ihr also im Gegensatz zu Schmarotzerpflanzen keine Nährstoffe. Wasser und Nährstoffe nimmt sie ausschließlich über die Luft durch spezielle Schuppen auf ihren Blättern auf, nicht jedoch über die Wurzeln, die ausschließlich zum Festhalten an der Wirtspflanze dienen. Bei guter Pflege bildet Tillandsia seleriana ab einem Alter von einigen Jahren hübsche, röhrenförmige lilafarbene Blüten, die sich dadurch ankündigen, daß in der Mitte der Pflanze ein lanzettförmiger Blütenstand herauswächst, der mehrere einzelne Blüten umfaßt. Im Handel werden zwar fast ausschließlich Solitätpflanzen angeboten, aber bei guter Pflege werden wie bei vielen Tillandsien Ableger gebildet, wodurch kleine Pflanzengruppen entstehen.
 
Wasser:Wie schon erwähnt ist Tillandsia seleriana eine epiphytische Pflanze, die Wasser nur über auf den Blätter befindliche Schuppen aufnimmt. Sie wird daher nicht gegossen, sondern muß bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit gehalten werden (Richtwert 60% oder mehr). Eine stark schwankende Luftfeuchtigkeit und zeitweise sehr trockende Luft ist dabei zulässig. Unter diesen Bedingungen braucht sie keinerlei zusätzliches Wasser. Stärkere Temperaturschwankungen (Tag-/Nacht-Zyklus) begünstigen die Taubildung am Morgen, was sich positiv auf die Versorgung mit Feuchtigkeit auswirkt. Wo die Luftfeuchtigkeit permanent zu niedrig ist, was man an braun werdenden Blattspitzen erkennen kann, sollte sie alle paar Tage (bei niedriger Temperatur seltener!) mit weichem Wasser eingenebelt werden. Im Winter besteht beim Besprühen die große Gefahr, daß die Pflanze nur sehr langsam abtrocknet, dadurch Fäulnis entsteht und die Tillandsie dann eingeht. Daher sollte im Winter möglichst auf das Besprühen ganz verzichtet werden und Tillandsia seleriana besser an einem hellen Ort überwintert werden, an dem die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch ist (z.B. Küche oder Bad). Aufgrund ihrer gut handhabbaren Größe sollte es kein Problem sein, einen geeigneten Ort zu finden.

Für den suboptimalen Fall, daß man mit Wasser gelegentlich übersprühen muß, ist es absolut notwendig, sehr weiches Wasser zu verwenden. Enthält das Wasser zuviele Salze (insbesondere Kalk), verstopfen diese die Schuppen, mit denen die Pflanze Wasser aufnimmt, und die Pflanze vertrocknet trotz regelmäßiger äußerlicher Wasserzufuhr. Wenn man kalkiges Wasser abstehen läßt, verringert sich dadurch der Gehalt an gelöstem Kalk überhaupt nicht sondern steigt durch verdunstendes Wasser sogar an. Gut geeignet ist hingegen aufgefangenes Regenwasser oder ersatzweise destilliertes bzw. vollentsalztes Wasser, welches man z.B. im Baumarkt für wenig Geld erhält.
 
Licht:In ihrer Heimat ist Tillandsia seleriana voller Sonne ausgesetzt, und entsprechend mag sie es gern so hell wie möglich. Da es im Zimmer selbst am Fenster meistens zu dunkel ist, sollte man ihr im Sommer einen Aufenthalt auf dem Balkon oder der Terrasse gönnen, was die Blütenbildung günstig beeinflußt. Beim Ausräumen muß die Tillandsie jedoch wie alle Pflanzen zuerst langsam an die Sonne gewöhnt werden, denn sonst entsteht Sonnenbrand, bei dem Pflanzenteile absterben.
 
Temperatur:Tillandsia seleriana mag es gern warm, übersteht kurzzeitig jedoch auch Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Trotzdem sollten 10 °C möglichst nicht unterschritten werden. Ein Aufenthalt im Freien ist im Sommer anzuraten.
 
Düngung:Eine Düngung ist normalerweise nicht erforderlich, da Tillandsia seleriana alle notwendigen Nährstoffe über die Luft aufnimmt. Man kann zum Einnebeln ab und zu statt Wasser eine Lösung mit stickstoffreduziertem Dünger (z.B. Orchideen- oder Kakteendünger) in höchstens einem Viertel der empfohlenen Konzentration verwenden. Bitte unbedingt nur einnebeln und nicht etwa klatschnaß sprühen! Wenn Sie es mit dem Düngen übertreiben, kann es sehr leicht zur Veralgung kommen. Dabei sterben längerfristig die Pflanzenteile unter den Algen ab, was zum Tod der Tillandsie führen kann. Im Falle von Algenbildung hilft es, die Pflanze nach kurzer Gewöhnung in die pralle Sonne zu hängen und dabei trocken zu halten, so daß die Algen absterben.
 
Vermehrung:Wie viele Tillandsien bildet auch Tillandsia seleriana Ableger ("Kindl"), die man von der Mutterpflanze abnehmen kann, sobald sie ca. halb so groß wie diese sind. Selbstverständlich ist auch die Vermehrung über Samen möglich.
 
Sonstiges:Tillansien kann man auf einen Träger aufbinden oder auch aufkleben (wie in der Natur leicht nach unten gerichtet). Im Handel erhält man vielfach so hergestellte Ensembles. Viel günstiger ist es jedoch, nur die Tillandsie zu erwerben und selbst auf einen Stein, einen Zweig o.ä. aufzukleben.
 
Verwandte Arten:Die Gattung Tillandsia umfaßt mehr als ca. 500 bekannte Arten. Als Bromeliengewächs ist sie zudem mit beispielsweise der  Ananas verwandt.
 
Preisbeispiel:"Nackte" Tillandsia seleriana ohne dekorativen Träger werden als ca. 5-10 cm lange Pflanzen meistens um 2 € angeboten. Größere Pflanzen sind entsprechend teurer.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)