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Artenschutz
Präsentation
Wasser und Dünger
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Tillandsia ionantha
Tillandsia usneoides


Allgemeines

Tillandsia ionanthaTillandsien erfreuen sich als Zimmerpflanzen aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit zunehmender Beliebtheit. Es handelt sich nämlich bei Tillandsien um epiphytische Pflanzen, die Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen, wodurch die Notwendigkeit regelmäßiger Wasser- und Düngergaben hier nicht gegeben ist. Man hängt sie einfach irgendwohin, wo die Umgebungsbedingungen passen, und braucht sich ab sofort nicht mehr um sie zu kümmern. Im Gegensatz zu Kakteen, die man zwar relativ selten aber doch zumindest ab und zu mit Wasser versorgen muß, brauchen Tillandsien in der richtigen Umgebung (Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) schlicht und ergreifend überhaupt keine Pflege. Die hierzulande angebotenen Tillandien sind (und bleiben) recht klein, sodaß es möglich sein sollte, selbst in der kleinsten Wohnung für sie einen Platz zu finden. Bei guten Umgebungsbedingungen, sprich bei ausreichender hoher Lichtintensität und Luftfeuchtigkeit, bilden viele Arten innerhalb weniger Jahre nicht nur Tochterpflanzen und auf diese Weise hübsche Polster, sondern auch ihre Blüten sind teilweise spektakulär.

Wie gesagt ist die Pflege in der richtigen Umgebung sehr, sehr einfach. Trotzdem vertrocknen oder verfaulen hierzulande viele Tillandsien aufgrund der Unkenntnis über ihre Bedürfnisse. Generell brauchen Tillandsien viel Licht. Ein Platz dicht am Fenster ist daher selten falsch. Aber Vorsicht: Nicht alle Tillandsien vertragen ganztägig volle Sonne! Gleichzeitig benötigen die meisten Tillandsien eine hohe Luftfeuchtigkeit, mögen es aber insbesondere während der kalten Jahreszeit überhaupt nicht, jeden Tag mit womöglich auch noch kalkigem Wasser übersprüht zu werden, da nicht schnell genug verdunstendes Wasser zu Fäulnis und Kalk im Wasser zu verstopften Trichome (Schuppen) führen kann. Welche Ansprüche die einzelnen Arten haben, können Sie in den einzelnen Pflanzenbeschreibungen erfahren.

Sobald es die Außentemperatur zuläßt, kann man Tillandsien im Freien kultivieren. Ideal ist dabei für viele Arten ein Platz an den Ästen eines Baums. Pflege brauchen sie dann keine, da die Umgebungsbedingungen fast ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen. Auch bei tagsüber nicht sehr hoher Luftfeuchte sorgen die natürlichen Temperaturschwankungen (Tag/Nacht) dafür, daß speziell nachts und morgens eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist bis hin zur Morgentaubildung.


Klassifizierung

Tillandsien teilt man grob in 3 Klassen ein: Grüne, graue und weiße Tillandsien. Die weißen Tillandsien sind dabei sehr dicht mit Trichomen (Schuppen) besetzt, weshalb sie im trockenen Zustand viel Chlorophyll überdecken. Diese Tillandsien erscheinen daher im trockenen Zustand hellgrün bis weiß. Die Aufgabe der Trichome ist es, aus der Luft Feuchtigkeit "einzufangen" und der Pflanze zuführen, was aufgrund der zahlreichen Trichome sehr gut gelingt. Weiße Tillandsien können auch bei nicht sehr hoher Luftfeuchtigkeit eine ausreichende Menge Wasser aus der Luft gewinnen, weshalb sie an eher trockene Umgebungsbedingungen gut angepaßt sind. Zudem schützen die Trichome die eigentlichen Blätter sehr gut vor zu intensiver Sonneneinstrahlung. Im Umkehrschluß benötigen sie eine hohe Lichtintensität, damit an den Blättern genügend Licht ankommt, sodaß die Tillandsie in ausreichendem Umfang Photosynthese betreiben kann.

Graue Tillandsien sind deutlich weniger dicht mit Trichomen besetzt als weiße, weshalb sie gräulich/grünlich erscheinen. Sie benötigen generell eine höhere Luftfeuchtigkeit als weiße Tillandsien und vertragen auch nicht ganz so viel Sonne bzw. kommen auch mit nicht vollsonnigen Standorten klar. Viele populäre Tillandsien wie z.B. die weitverbreitete  T. ionantha gehören zur Gruppe der grauen Tillandsien. Wenn man sie in Wasser eintaucht oder klatschnaß sprüht (was man wegen Fäulnisgefahr im Normalfall nicht oder zumindest nur bei hoher Außentemperatur tun sollte), erscheinen sie sattgrün. Grund dafür ist, daß die Trichome bei dieser Behandlung mit Wasser gesättigt und dadurch durchscheinend werden, wodurch das darunterliegende Grün der Blätter sichtbar wird.

Die letzte Gruppe bilden die grünen Tillandsien. Sie besitzen nur wenige bis gar keine feuchtigkeitseinfangenden Trichome, sodaß das Chlorophyll gut sichtbar ist. Dementsprechend benötigen sie zum Gedeihen eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig fehlt der Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung, oder andersherum gesagt sind ihre Ansprüche an die Lichtintensität moderat. Leider ist es in der Wohnung schwierig, eine für sie ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu erzielen, weshalb ihre Kultur nicht ganz so einfach ist wie die der grauen Tillandsien.


Artenschutz

Als Tillandsien im Handel noch wenig verbreitet waren, wurde in den Ursprungsländern ziemlicher Raubbau betrieben, um die Nachfrage zu befriedigen: Tillandsien wurden in großem Stil in der Natur gesammelt und daher stark dezimiert. Schon seit vielen Jahren werden jedoch zumindest die stark nachgefragten Arten kommerziell gezüchtet. Bei den im deutschen Handel angeboteten Arten können Sie aufgrund der hierzulande geltenden Artenschutzbestimmungen sicher sein, daß sie nicht aus einer Wildsammlung stammen sondern gezüchtet wurden, und daher bedenkenlos zugreifen. Dies trifft nicht notwendigerweise auf andere Arten zu, denen Sie u.U. während des Urlaubs im Ausland begegnen.


Präsentation

Man kann Tillandsien zwar einfach z.B. auf die Fensterbank legen, aber dadurch kommen sie kaum zur Geltung. Viel dekorativer ist es, sie auf einem knorrigen Stück Wurzelholz, einem Aststück oder einem Stein zu befestigen. Leider wird oft empfohlen, dafür Heißkleber zu verwenden. Das mag zwar mit etwas Übung oft gutgehen, aber die Temperatur des Kunststoffs oberhalb des Erweichungspunkts ist ziemlich hoch. Leicht werden so die Tillandsien so heiß, daß sie absterben. Fatalerweise macht sich dies optisch nicht sofort sondern erst nach Wochen bemerkbar. Deutlich besser als Heißkleber ist ein elastisch bleibender Montagekleber. Nachteilig ist hierbei die vergleichsweise lange Aushärtezeit, was der Grund ist, warum die Hersteller von Tillandsien-Arrangements fast nur mit Heißkleber arbeiten. Wer aber selbst ein Arrangement bastelt, hat normalerweise keine Eile und fährt mit Montagekleber ganz erheblich pflanzenschonender.

Eine andere Methode ist es, Tillandsien einzeln oder (vorzugsweise) als aus mehreren Tillandsien geformten "Ball" an einer dünnen Schnur am Fenster oder im Sommer an einem Baum aufzuhängen. Für einzelne Tillandsien gibt es Aufhänger, die aus gebogenem Draht bestehen. Man befestigt sie in Fensternähe und legt die Tillandsie in den durch den Draht gebildeten Korb bzw. Halter. Man kann sie ggf. selbst sehr einfach aus nicht zu dünnem rostfrdeien Draht selbst biegen.


Wasser und Dünger

An ihren Heimatstandorten leben Tillandsien in einer Umgebung mit meist hoher Luftfeuchte, und sie bekommen hin und wieder Regen ab. Das in der Luft gelöste Wasser kann man als destilliertes Wasser betrachten, und auch für den Regen trifft dies weitgehend zu. Insbesondere ist das Wasser kalkfrei und trocknet daher rückstandsfrei ab. Wenn Sie Ihren Tillandsien keine Umgebung mit ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit bieten können (z.B. Badezimmer mit Tageslicht), sollten Sie sie ab und zu mit Wasser einnebeln, um die natürlichen Bedingungen halbwegs zu simulieren. Das verwendete Wasser muß unbedingt kalkfrei sein, da Kalk die Trichome (Schuppen, die das Wasser aufnehmen) verstopfen würde, was den Tod der Tillandsie bedeuten würde. Entsalztes ("destilliertes") Wasser bekommen Sie in jedem Baumarkt wür wenig Geld.

Einnebeln heißt in diesem Zusammenhang auch wirklich Einnebeln. Es wird also ein Wassersprüher benötigt, der Wasser ausreichend fein vernebeln kann, daß sich sozusagen eine Nebelwolke bildet, die einige Zeit bestehen bleibt. Wenn die Tillandsie nach dem Einnebeln klatschnaß ist, war entweder die Vernebelung nicht fein genug (Wäschesprüher sprühen nur, vernebeln aber nicht), oder Sie haben viel zu viel Wasser gesprüht. Wichtig ist, daß insbesondere bei niedriger Temperatur die Pflanze relativ zügig abtrocknet, damit sich keine Fäulnis bildet. Bei hoher Temperatur (Sommer) kann man Tillandsien jedoch auch gefahrlos kurz in sehr weichem Wasser baden, welches Raumtemperatur besitzt oder maximal handwarm ist.

In der Natur dient den Tillandsien feinster Staub in der Luft als Dünger. Die Düngerzufuhr ist also extrem gering. Staub ist überall in der Luft vorhanden, so daß eine zusätzliche Düngung grundsätzlich nicht notwendig ist. Um ein besseres Wachstum zu erreichen, kann man allerdings etwas nachhelfen. Es eignet sich hierfür ein Volldünger mit reduziertem Stickstoffanteil (beispielsweise NPK 5-8-8 oder 2-3-3), wie er auch für Kakteen oder Orchideen verwendet wird. Man sollte den Dünger nur maximal in einem Viertel der empfohlenen Konzentration verwenden und nicht zu oft düngen. "Viel hilft viel" ist hier absolut kontraproduktiv, da Dünger aus Salzen besteht, die nach dem Abtrocknen wie Kalk die Trichome verstopfen können. Andererseits gibt es manchmal Probleme mit auf den Tillandsien wachsenden Algen, die langfristig zum Tod der Tillandsien führen. Durch Düngergaben wird auch das Algenwachstum gefördert. Insofern sollte man Tillandsien lieber garnicht als zu oft und lieber zu schwach als zu stark konzentriert düngen.
  

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