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Inhalt:
 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Ananas
Kelkheim 2006

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Die echte Ananas ist ein Vertreter der Ananasgewächse respektive Bromelien (Bromeliaceae). Sie bildet einen aus mehreren Etagen bestehenden Kranz aus Blättern, die das Regenwasser in die Mitte leitet. Diese sind graugrün, ledrig-hart und mit einer Zähnung versehen. Den Hingucker schlechthin bildet die Frucht, die sich in der Mitte an einem Stiel bildet: Sie ist bis zu 30 cm hoch, im reifen Zustand hellbraun bis orange und besitzt obendrauf einen Bürzel aus kleinen Blättern. In Mitteleuropa wird man eine Fruchtbildung aber normalerweise nicht erleben, sofern man der Ananaspflanze nicht auch im Winter geeignete Wachstumsbedingungen bieten kann.
 
Substrat:Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein.
 
Wasserbedarf:Der Wasserbedarf ist eher gering. Das Wasser darf nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht.
 
Lichtbedarf:Ananas sollte sehr hell bis vollsonnig stehen.
 
Temperatur:Möglichst nicht unter ca. 20 °C
 
Sonstiges:Ananas sollte nur schwach gedüngt werden, weil sie langsam wächst und daher relativ wenige Nährstoffe verbraucht.
 
Verwandte Arten:Es gibt sehr viele Bromeliengewächse. Für das Zimmer interessant ist vor allem Ananas nanus, eine nur ca. 30 cm hoch werdende Art, die man mit etwas Glück ab und zu im Pflanzenhandel findet - meistens mit Fruchtansatz für relativ viel Geld (ca. 13 Euro). Die als Zimmerpflanzen angebotenen Pflanzen vertragen in der Regel keine pralle Sonne, müssen aber trotzdem hell stehen. Man kann sie allerdings langsam an pralle Sonne gewöhnen.




Anzucht einer Ananas-Pflanze

Frucht:Zur Anzucht wird der obere, beblätterte Teil der Frucht benötigt. Es ist unbedingt erforderlich, daß diese Blätter frisch grün aussehen und keinesfalls infolge zu langer Lagerung angetrocknet sind. Der Reifezustand der Frucht selbst ist für die Anzucht zweitrangig, aber Sie sollten sich selbst einen Gefallen tun und nur Früchte kaufen, die man schon im Abstand von einigen Metern riechen kann. Ansonsten sind sie sauer und schmecken nicht.
 
Samen:Die im Laden erhältliche Ananas-Früchte enthalten normalerweise kleine Samen, die sich ca. 1 cm hinter den äußerlich sichtbaren "Warzen" befinden und schwer zu finden sind, wenn man nicht genau weiß, wo und wonach man suchen muß. Die Anzucht über Samen ist zwar möglich, aber viel schneller kommt man zu einer Ananaspflanze, indem man mittels des nachfolgend beschriebenen Verfahrens den Bürzel oben an der Frucht anregt, Wurzeln auszubilden.
 
Keimzeit:Zur Ausbildung der ersten Wurzelansätze werden wenige Tage bis Wochen benötigt.
 
Substrat:Zur Anzucht einer Ananas ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen. Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel.
 
Pflanzvorgang:Von der Frucht verwendet man den Bürzel incl. des noch anhängenden Fruchtfleischs - also das, was üblicherweise beim Verzehr übrigbleibt. Man entfernt rundherum vorsichtig das Fruchtfleisch und spitzt das nun frei liegende Leitbündel zur Vergrößerung der Oberfläche ganz leicht an. Wer Bewurzelungshormone besitzt, sollte die noch feuchten Schnittstellen damit einpudern. Den so bearbeiteten Bürzel legt man zunächst an einen trockenen, warmen Platz, damit die Schnittstelle trocknen kann. Nun wartet man so lange, bis sich an der Schnittstelle die ersten Wurzeln bilden, die zuerst als helle Knubbel erscheinen. Täglich mehrmaliges Besprühen mit Wasser verhindert dabei, daß der Steckling vertrocknet.

Sobald sich die Wurzeln zeigen, ist die Zeit gekommen, den bewurzelten Steckling einzutopfen. Die Pflanztiefe wird so gewählt, daß der unterste Blattkranz noch aus dem Substrat ragt. Gegenenfalls muß man mit z.B. Holzstäben rundum abstützen, damit der Ananassteckling nicht umfällt.

Statt der Wurzelbildung in Substrat funktioniert auch ein anderes Verfahren: Der Bürzel wird genauso vorbereitet wie oben beschrieben. Allerdings wird er unmittelbar nach dem Abschneiden bis zum Blattansatz in Wasser gehängt und an einen hellen, warmen Ort gestellt. Wenn man ein Gefäß verwendet, das etwas kleiner als der Durchmesser des untersten Blattkranzes, braucht man hierzu keine weiteren Hilfsmittel. Die Wurzelbildung funktioniert am besten, wenn das Wasser trotz Schleim- uns Algenbildung nicht gewechselt sondern nur nachgefüllt wird. Wechselt man das Wasser, entfernt man damit auch diejenigen Stoffe, die die Wurzelbildung anregen. Man wartet so lange, bis Wurzeln sichtbar sind (was etliche Wochen dauern kann), und pflanzt dann wie oben beschrieben ein.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß stellt man vorzugsweise an einen hellen, warmen Platz mit idealerweise hoher Luftfeuchtigkeit. Pralle Sonne muß man jedoch vermeiden. Das Substrat darf keinesfalls richtig naß sein, weil die neu gebildeten Wurzeln sonst gleich wieder verfaulen. Vorzuziehen ist daher, das Substrat eher trocken zu halten und stattdessen möglichst oft die junge Ananas mit ein wenig Wasser einzusprühen.
 
Wässerung:Es darf nur äußerst spärlich gewässert werden. Sinnvoller ist, wie oben beschrieben, die Pflanze regelmäßig mit Wasser einzusprühen. Erst Wochen, nachdem sich das erste neue Blatt gebildet hat, darf das Substrat ein wenig feuchter gehalten werden. Aber Vorsicht: Ananas reagiert extrem empfindlich auf zu nasses Substrat.
 
Düngung:Die erste Düngung sollte frühestens einige Wochen nach der Bildung neuer Blätter erfolgen. Verwenden Sie hierfür zuerst nur ein Viertel der vom Hersteller empfohlenen Menge. Achten Sie darauf, daß durch das Düngen das Substrat nicht zu feucht wird. Erst wenn die Pflanze ein zügiges Wachstum an den Tag legt, sollten Sie die Konzentration langsam auf die empfohlene Konzentration erhöhen und damit einmal pro Woche düngen.
 
Umtopfen:Ein Umtopfen wird so schnell nicht nötig sein. Es ist erst dann erforderlich, wenn das Substrat völlig durchwurzelt ist.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)