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Allgemeines

Orchideen in Chiang MaiDie große Familie der Orchideen (Orchidaceae) umfaßt mehrere Gattungen, denen ihrerseits mitunter recht viele Arten zuzuordnen sind. Neben den epiphytischen Arten (also solche, die auf anderen Pflanzen wachsen) gibt es auch solche, die ganz normal in Erde wachsen wie z.B. der heimische Frauenschuh (Cypripedium), der unter Naturschutz steht.

Die epiphytischen Orchideenarten (siehe Foto links; klicken Sie darauf, um es größer zu sehen) sind meistens Bewohner von Regenwäldern im asiatischen Raum. Auch wenn sie auf anderen Pflanzen wachsen, sind sie keine Schmarotzer. Denn sie nutzen ihre Wirtspflanzen nur als mechanische Träger, an denen sie sich mit ihren Luftwurzeln festhalten, aber keine Nährstoffe von ihnen beziehen. Als Zimmerpflanzen werden nur epiphytische Arten verwendet. Nachfolgend finden Sie allgemeine, grundlegende Informationen zu epiphytischen Orchideen, während Detailangaben zu den verschiedenen Arten in den jeweiligen Beschreibungen enthalten sind.


Substrat

Während Pflanzen normalerweise in der Erde wachsen, wachsen Epiphyten wie z.B. Orchideen auf anderen Pflanzen. Aus diesem Grund darf man Orchideen keinesfalls in übliche Blumenerde pflanzen. Hierbei würden die Luftwurzeln verfaulen. Das Orchideensubstrat muß einerseits den Luftwurzeln ermöglichen, sich festzuhalten, und andererseits eine sehr gute Durchlüftung gewährleisten. Wundern Sie sich also nicht, wenn ein gutes Orchideensubstrat z.B. aus Rindenstückchen, Holzkohle, schlecht verrottenden Pflanzenfasern und Styroporflocken besteht.


Wasser

Epiphyten müssen ihren Wasserbedarf aus der Luft decken, weil ihre Wurzeln ja nicht bis in die Erde reichen. Aus diesem Grund ist eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit unabdingbar. Wo dies nicht gegeben ist, sollte man die Pflanze regelmäßig mit unbedingt sehr weichem Wasser (am besten Regenwasser) einsprühen. Wer weder über weiches Leitungswasser noch über Regenwasser verfügt, kann hartes Wasser mit demineralisiertem Wasser aus dem Baumarkt wie folgt "verdünnen":
 Härtebereich II:1+1
 Härtebereich III:1+2
 Härtebereich IV:1+3
Hierbei bedeutet z.B: die Angabe "1+2", daß man 1 Teil Leitungswasser mit 2 Teilen demineralisiertem Wasser mischt. Man kann zwar auch pures demineralisiertes Wasser verwenden, aber aus Kostengründen ist dies nur bei kleinen Mengen ratsam. Welchem Härtebereich das Leitungswasser in Ihrer Stadt zuzuordnen ist, erfahren Sie entweder beim Wasserwerk oder können Sie mit Hilfe von im Handel erhältlichen Teststäbchen selbst ermitteln, die u.a. auch zum Lieferumfang von Geschirrspülmaschinen gehören. Als Ersatz für weiches Wasser sollte nicht durch Essig der pH-Werts des  Wassers gesenkt werden, da man damit zwar den pH-Wert günstig beeinflussen kann, nicht aber den zu hohen Salzanteil im Wasser zu vermindern in der Lage ist. Viele Orchideenliebhaber gießen ihre Orchideen überhaupt nicht, sondern besprühen sie und das Substrat täglich mit weichem Wasser.


Dünger

Wie das Wasser nehmen epiphytische Orchideen auch die Nährsoffe "über die Luft" auf. Aus diesem Grund besprüht man sie während der Wachstumszeit am besten mit einer schwach konzentrierten Lösung. von Blühpflanzendünger. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen, für die sogenannte Spezialdünger meistens aus reiner Geldschneiderei angeboten werden, ist bei Orchideen durchaus ein speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Produkt zu bevorzugen. Ein Geheimtip schlechthin ist Orchid Quick Plus von Manfred Meyer, einem bekannten Orchideenzüchter im Frankfurter Raum. Idealerweise wird die Düngerlösung nicht gegossen sondern mit einem Wasserzerstäuber auf Blätter, Luftwurzeln und Substrat gesprüht.
  

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Letztes Update dieser Seite: 19.02.2012 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)