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Blüte von Dendrobium nobile
Blüte von
Dendrobium nobile
(Kelkheim 2008)
 Pseudobulben von Dendrobium nobile
Pseudobulben von
Dendrobium nobile
(Kelkheim 2008)
 Wurzelansatz von Dendrobium nobile
Wurzelansatz von
Dendrobium nobile
(Kelkheim 2008)

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Name:Dendrobie, Traubenorchidee (bot. Dendrobium nobile)
 
Beschreibung:Dendrobium-Orchideen bilden eine eigene, sehr große Gattung mit ungefähr 1500 bekannten Arten und gehören zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). Ihre Heimat ist das tropische/subtropische Asien zwischen Indien und Australien, wo sie epiphytisch auf anderen Pflanzen wachsen (d.h. diese als mechanischen Träger benutzen). Sie bilden zahlreiche Luftwurzeln aus, mit deren Hilfe sie einerseits sich auf den Wirtspflanzen festhalten und andererseits Nährstoffe sozusagen "aus der Luft" aufnehmen. Sie besitzen je nach Art bis maximal ca. 1 m lange Stämmchen (in Kultur mit 20-30 cm normalerweise deutlich kürzer), die man Pseudobulben nennt und von ledrigen, lanzettförmigen und ca. 10 cm langen mittelgrünen Blättern umgeben sind. Die Blätter werden am Ende der Vegetationszeit abgeworfen. Die Pseudobulben entspringen einem Rhizom, wobei das Absterben einzelner Pseudobulben normal ist, solange regelmäßig neue Pseudobulben gebildet werden. Den oberen Blattachseln der zweijährigen, unbelaubten Pseudobulben entspringen während der Blütezeit die Blütenrispen mit den zahlreichen Blüten. Aufgrund der herrlichen Blüten, der langen Blütezeit und der relativ unkomplizierten Pflege ist Dendrobium nobile eine Orchidee, die auch für Anfänger sehr zu empfehlen ist und daher im Handel mit den unterschiedlichsten Farben und Farbkombinationen angeboten wird - allerdings nicht so oft wie  Phalaenopsis.
 
Wasser:Dendrobium bevorzugt als epiphyte Pflanze eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 50%. Wo dies nicht gegeben ist, sollte man die Pflanze regelmäßig mit unbedingt sehr weichem Wasser (am besten Regenwasser) einsprühen. Wer weder über weiches Leitungswasser noch über Regenwasser verfügt, kann hartes Wasser mit demineralisiertem Wasser aus dem Baumarkt wie folgt "verdünnen":
 Härtebereich II:1+1
 Härtebereich III:1+2
 Härtebereich IV:1+3
Hierbei bedeutet z.B: die Angabe "1+2", daß man 1 Teil Leitungswasser mit 2 Teilen demineralisiertem Wasser mischt. Man kann zwar auch pures demineralisiertes Wasser verwenden, aber aus Kostengründen ist dies nur bei wenigen Pflanzen ratsam. Welchem Härtebereich das Leitungswasser in Ihrer Stadt zuzuordnen ist, erfahren Sie entweder beim Wasserwerk oder können Sie mit Hilfe von im Handel erhältlichen Teststäbchen selbst ermitteln (hierbei bitte Härtegrad und Härtebereich nicht verwechseln!). Als Ersatz für weiches Wasser sollte nicht durch Essig der pH-Werts des Wassers gesenkt werden, da man damit zwar den pH-Wert günstig beeinflussen kann, nicht aber den zu hohen Salzanteil im Wasser zu vermindern in der Lage ist.

Das (Spezial-)Substrat darf keinesfalls zu feucht sein, weil Dendrobium ausschließlich Luftwurzeln ausbildet, die -wie der Name schon sagt- ein luftiges Umfeld benötigen und bei zu hoher Feuchtigkeit anfangen zu faulen. Wenn die Blätter trotz Wasserzufuhr gelb werden und abfallen sowie die Bulben vertrocknen, wird dies meistens durch viel zu nasses Substrat verursacht. Viele Orchideenliebhaber gießen ihre Orchideen überhaupt nicht, sondern besprühen sie und das Substrat täglich mit ein wenig weichem Wasser. Dabei muß unbedingt darauf geachtet werden, daß nur wenig Wasser auf das Substrat gelangt. Eine andere und für Anfänger geeignetere Methode ist, im Sommer ca. einmal pro Woche und im Winter entsprechend seltener per Tauchmethode zu wässern. Dazu taucht man den gesamten Topf behutsam für ein paar Sekunden in handwarmes Wasser (Vorsicht, daß das Substrat nicht wegschwimmt!), läßt dann das überschüssige Wasser ablaufen und stellt die Dendrobium wieder an den ursprünglichen Ort.
 
Licht:Dendrobium nobile bevorzugt einen hellen Standort, mag aber nicht so gern ganztätig pralle Sonne. Die Fensterbank eines gardinenlosen Südfensters ist daher nicht ganz der optimale Ort. Nach Gewöhnung ist unter mitteleuropäischen Bedingungen eine Kultur in praller Sonne jedoch durchaus möglich.
 
Temperatur:Während der Vegetationsperiode sollte die Temperatur tagsüber am liebsten ab 20 °C aufwärts betragen und nachts 10 °C nicht unterschreiten. Die Überwinterung hingegen muß unbedingt kühl erfolgen, wobei überraschenderweise knapp über der Frostgrenze absolut ausreicht. Da die Orchidee am Ende der Vegetationsperiode ohnehin die Blätter abwirft und zudem bei niedrigen Temperaturen auch bei vorhandenen Blättern keine Vergeilung stattfinden kann, darf dieser Ort auch stockduster sein. Die Wassergaben (nur auf das Substrat sprühen, aber nicht gießen!) müssen hierbei wegen Fäulnisgefahr unbedingt auf nahezu Null reduziert werden. Bei warmer Überwinterung werden oft in der kommenden Vegetationsperiode keine Blüten gebildet.

Die Blütezeit kann man übrigens künstlich verlängern, indem man die Pflanzen kühler stellt, sobald sich die ersten Blüten öffnen. Hierbei sollte es aber nicht kälter als ca. 15 °C werden.
 
Düngung:Während der Wachstumsphase einmal pro Woche oder weniger mit einem guten Blattdünger, der gemäß Herstelleranweisung angesetzt wird. Hier sollten Sie ausnahmsweise spezielle, auf Orchideen zugeschnittene Produkte bevorzugen. Ein Geheimtip schlechthin ist Orchid Quick Plus von Manfred Meyer, einem bekannten Orchideenzüchter im Frankfurter Raum. Idealerweise wird auch die Düngerlösung nicht gegossen sondern mit einem Wasserzerstäuber auf Blätter, Luftwurzeln und Substrat gesprüht. Im Winter wird seltener (ca. 1x pro Monat) bei warmer Überwinterung bzw. gar nicht bei kalter Überwinterung gedüngt. Alternativ kann man im Sommer ungefähr einmal im Monat gewöhnlichen Blühpflanzendünger in halber Konzentration durch Gießen verabreichen und im Winter gänzlich auf Düngung verzichten.
 
Vermehrung:Im kommerziellen Umfeld geschieht die Vermehrung vorzugsweise auf biochemischem Weg, da auf natürlichem Weg (z.B. Teilung oder Ableger) zu wenige Pflanzen entstehen, um die Nachfrage zu befriedigen.

Im privaten Umfeld kann man Dendrobien durch Ableger vermehren oder bei ausreichender Bulbenzahl auch teilen. Bevor ältere Bulben eintrocknen, bilden sich an ihnen manchmal Ableger (auch Kindl genannt). Lassen Sie diese solange an der Mutterpflanze wachsen, wie es geht, damit sie möglichst groß werden und damit gute Überlebenschancen haben. Versuchen Sie nicht, den Ableger von der Mutterpflanze zu lösen! Hilfreich ist, die Ableger möglichst jeden Tag mit Wasser bzw. ab und zu mit Orchideendünger einzusprühen (aber nicht übertreiben!). Wenn der Bulb gelb wird und eintrocknet, was normalerweise ungefähr ein Jahr dauert, schneiden Sie diesen knapp unterhalb des Ablegers durch, ohne die Wurzeln des Ablegers zu beschädigen. Den Ableger samt dem Stück seiner Mutterpflanze können Sie dann in Orchideensubstrat einpflanzen. Größere Stücke des Substrats sollten vorher in Anbetracht der winzigen Wurzeln allerdings etwas zerkleinert werden. Eine erhöhte Luftfeuchte verbessert das Anwachsen. Gute Dienste leistet hier ein kleines Zimmergewächshaus für wenige Euro. Alternativ können Sie den eingetopften Ableger für einige Wochen in eine ausreichend große, durchsichtige Plastiktüte stellen, die oben luftdicht verschlossen wird, um ein Zusammenfallen der Tüte zu vermeiden. Um Schimmel zu vermeiden, ist es in beiden Fällen absolut notwendig, täglich zu lüften - am besten mehrmals.
 
Sonstiges:Wie alle epiphytischen Orchideenarten benötigt auch Dendrobium ein ganz spezielles Substrat und darf keinesfalls in normaler Blumenerde ausgepflanzt werden. Sollten Sie umtopfen müssen, wenden Sie sich daher am besten an einen Fachbetrieb, da fertige, abgepackte "Orchideenerde" in den seltensten Fällen etwas taugt. Sie können aber auch sehr leicht  Orchideensubstrat selbst herstellen. Im Gegensatz zu z.B. Phalaenopsis werden am gleichen Blütenstengel in der Folgezeit keine Blüten gebildet. Man sollte ihn daher unten abschneiden, sobald er eingetrocknet ist.
 
Verwandte Arten:Im Handel wird zwar hauptsächlich die beschriebene Art Dendrobium nobilis angeboten, jedoch sind in seltenen Fällen auch Dendrobium infundibulum, phalaenopsis, senile etc. erhältlich, die warm überwintert werden müssen.
 
Preisbeispiel:Dendrobium-Orchideen werden im lokalen Handel nicht ganz so häufig wie  Phalaenopsis angeboten. Meistens kosten sie zwischen 10 und 15 Euro. Dies mag teuer erscheinen, aber es lohnt sich: Sie blühen recht lange und zudem bei guter Pflege in den Folgejahren immer wieder. Oft kann man halb oder ganz verblühte Exemplare sehr günstig für wenige Euro erstehen. Spezielle Dendrobiumarten erhält man über den im Internet vertretenen Versandhandel.
  

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Letztes Update dieser Seite: 27.11.2013 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)