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Grenadilla (Passiflora liguralis)
 
   
 
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Inhalt:
 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Passiflora
Stellvertretend ähnliche Passiflora caerula
Kelkheim 2001

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Die Grenadilla (Passiflora liguralis) ist eine aus Peru und umgebenden Ländern stammende, rankende bzw. kletternde Pflanze, die zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) gehört. Aufgrund ihrer wohlschmeckenden süßen Früchte wird die Grenadilla inzwischen weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Im Gegensatz zu vielen anderen Passionsblumen sind die Blätter herzförmig statt fingerförmig segmentiert. Ihre Blüten sind weiß-lila gefärbt, wobei die vor den Deckblättern befindlichen fadenförmigen Blütenblätter, die den Strahlenkranz bilden, länger als bei der bekannten  Passiflora caerula und auch nicht nur innen weiß und außen lila sind, sondern es wechseln sich Weiß und Lila mehrfach von innen nach außen ab. Die Früchte sind tiefgelb, oval geformt und etwas größer als  Maracuja. Man ißt die die Kerne umgebende geleeartige Pulpa, die mehr oder weniger farblos ist, samt der dunkelbraunen Kerne. Die Früchte sind süß und im Gegensatz zu Maracuja (P. edulis) ohne saure Komponente.
 
Substrat:Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein. Ein hoher Perlit-Anteil im Substrat hat sich als sehr hilfreich erwiesen.
 
Wasserbedarf:Passionsblumen benötigen relativ viel Wasser. Das Substrat sollte in der Wachstumsperiode immer leicht feucht sein. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, weil sonst die Wurzeln Schaden nehmen. Im Winter sollte nur wenig gegossen werden; das Substrat darf dann nur leicht feucht gehalten werden. Das  Wasser darf nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht.
 
Lichtbedarf:Passiflora ligularis benötigt einen möglichst hellen Standort. Nach kurzer Gewöhnung verträgt sie ganztägig volle Sonne, was der Blütenentwicklung förderlich ist. Im Winter genügt ein nicht undbedingt sehr heller, kühler Raum. Bei Überwinterung als Zimmerpflanze wird deutlich mehr Licht benötigt, da sonst die Pflanze vergeilt.
 
Temperatur:Während der Wachstumsperiode möglichst warm. Im Herbst kann man Passiflora ligularis bis knapp vor den ersten Nachtfrösten im Freien kultivieren. Danach muß sie entweder als Zimmerpflanze weiterkultiviert oder in einen kühlen Raum bei 5-15 °C zur Überwinterung eingeräumt werden.
 
Sonstiges:Passiflora ligularis wächst zwar unter mitteleuropäischen Bedingungen gut, es ist aber nicht einfach, sie zum Blühen zu überreden. Sie ist zur Fruchtbildung zudem auf Fremdbestäubung durch eine genetisch andere Grenadilla angewiesen, d.h. es darf sich bei der zweiten Pflanze nicht z.B. ein anderer Steckling von der gleichen Mutterpflanze sein. Wenn Sie zwar eine Passionsblume selbst heranziehen wollen, aber nicht unbedingt auf P. Ligularis festgelegt sind, sollten Sie es besser mit  Passiflora edulis versuchen.
 
Verwandte Arten:Es gibt mehr als 400 verschiedene Arten, u.a. die als Zierpflanze bekannte  Passiflora caerula, deren Früchte zwar nicht giftig aber ungenießbar sind. Eßbare, als Maracuja in Deutschland im Winter erhältliche Früchte produziert hingegen  Passiflora edulis. Auch aus ihr kann man leicht Pflanzen heranziehen.



Anzucht einer Grenadilla-Pflanze

Grenadilla / Granadilla Grenadilla geöffnet

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Frucht:In Deutschland werden mehr oder weniger ganzjährig Grenadillas angeboten. Eine Prüfung auf Reife erübrigt sich: Wenn die Früchte tiefgelb bis leicht orange sind, besitzen sie eine ausreichende Reife. Frisch geerntete Grenadillas sind bei Raumtemperatur deutlich mehr als eine Woche lagerfähig.
 
Samen:Der Samen der Grenadilla ist mit etwa 3-5 mm nicht sonderlich groß. Man kann ihn leicht gewinnen, indem man ihn aus einer halbierten Frucht fischt und durch Reiben zwischen 2 Stücken Küchenkrepp von der Pulpa befreit, welche ansonsten später beim Keimvorgang schimmeln würde. Etwas rustikaler kann man Samen im größeren Umfang gewinnen, indem man das Innere der Frucht auslöffelt und zwischen Oberlippe und Zähnen die Pulpa weitgehend aussaugt, was etwas leichter zu bewerkstelligen ist als bei Maracujas. Die Samen befreit man dann ebenfalls grob mittels Küchenkrepp von anhaftenden Bestandteilen, indem man sie zwischen 2 Stücken Küchenkrepp abrubbelt. Sodann nimmt man trockenen, feinen Sand (Rheinsand, Spielsand, Vogelsand o.ä.) und befreit die Samen damit völlig vom restlichen noch anhaftenden Fruchtfleisch. Denn dieses würde später anfangen zu faulen, wobei die Fäulnis dann sehr leicht auf den Sämling übergreift. Sodann wird er mehrfach mit Wasser gespült und dann entweder für eine spätere Verwendung bei Raumtemperatur getrocknet oder gleich zum Keimen gebracht. Alternativ kann man den abgelutschten Samen auch auf eine feste Unterlage aufstreichen, nach dem völligen Durchtrocknen (dauert mehrere Tage bis Wochen) mit einem harten Gegensand (z.B. Messerrücken) von der Unterlage abschaben und von der nun trockenen Samenhülle durch Rubbeln befreien.
Grenadillasamen

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Keimzeit:Als Keimzeit kann man mit etwa 4 Wochen rechnen; bei niedriger Temperatur dauert es länger.
 
Substrat:Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7. Bewährt hat sich eine Mischung aus Cocos-Substrat und Perlit oder Cocos-Substrat und Sand. Zur weiteren Kultur verwendet man am besten ein Gemisch aus lehmiger Gartenerde, etwas Cocos-Substrat und viel Perlit.
 
Pflanzvorgang:Zuerst wird der Samen in lauwarmem (aber keinesfalls heißem) Wasser 1 bis 2 Tage eingeweicht. Idealerweise verwendet man hierzu eine Thermokanne. Man füllt ein kleines Pflanzgefäß max. zu etwa 3/4 mit nur leicht feuchtem Pflanzsubstrat und legt die gesäuberten Samen im Abstand von mindestens 1 cm auf das Substrat und drückt sie an. Die Samen werden nicht mit Substrat bedeckt. Durch Abdeckung des Anzuchtgefäßes mit klarer Kunststoffolie erreicht man eine die Keimung begünstigende erhöhte Luftfeuchtigkeit.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß muß nun an einen warmen und hellen Platz. Wenn Sie die Pflanze auf eine Fensterbank stellen wollen, prüfen Sie am besten zuerst, ob es dort auch wirklich warm genug ist; gefordert werden um die 25 °C bis maximal 30 °C. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist nämlich die Fensterbank deutlich kühler als man gemeinhin annimmt, auch dann wenn sich darunter ein eingeschalteter Heizkörper befindet. Unter Umständen kann man auch einen Platz neben einem Heizkörper wählen. Vorher sollten Sie aber die Temperatur an diesem Ort am besten mit einem Minima-/Maximathermometer über einen Tag kontrollieren, da es dort wiederum viel zu heiß sein kann und man die Samen buchstäblich kocht. Auf oder über der Heizung ist es auf jeden Fall viel zu heiß. Unkomplizierter ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Substrattemperatur einstellen kann. Im Fachhandel sind diese etwa ab 40x25x20 cm (HxBxT) großen Gewächshäuser ab ca. 40 Euro. Ideal für die Keimung von Grenadilla-Samen sind 25-30 °C.
 
Wässerung:Wie so oft muß das Substrat leicht feucht aber keineswegs naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät.
 
Düngung:Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich im ersten Lebensabschnitt selbst. Frühestens 1-2 Wochen nach dem Pikieren (s.u.) sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Dies gilt auch im Winter bei Zimmerkultur adulter Pflanzen. Voraussetzung ist jedoch ein heller und warmer Standort; bei kühler Überwinterung wird überhaupt nicht gedüngt und nur sehr sparsam gegossen.
 
Umtopfen:Die Pflanzen sollte man pikieren d.h. jeweils einen bis drei Sämlinge in einen eigenen Pflanztopf verpflanzen, sobald sie so groß sind, daß man sie problemlos mit den Fingern greifen kann. Pflanzt man mehr als einen Sämling in einen gemeinsamen Pflanztopf, sollte der Pflanzabstand mindestens 5 cm betragen. Dabei sollte das gleiche Substrat verwendet werden wie zur Anzucht.
  

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Letzter Upload dieser Seite: 05.11.2016 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)