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 Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Harald Braam | |  Physalis franchetti, St.Wendel 2007 | Klicken Sie auf das Bild, um es größer zu sehen
| Beschreibung: | Die Physalis ist eine starkwüchsige, einjährige Pflanze, die mit nur geringem Aufwand auch in Mitteleuropa im Freien kultiviert werden kann. Ihre Heimat sind die Anden; sie wird mittlerweile aber auch z.B. in Südafrika kommerziell kultiviert. Die orangefarbenen Früchte sind etwas weniger als kirschgroß und lampionartig von einer grünen Hülle umgeben, die im reifen Zustand gelb wird und dann vertrocknet, d.h. eine hellbraune Färbung annimmt. In diesem Zustand kommt sie in den Handel und dient oft zur Verzierung von Nachspeisen. Blätter und Stengel der Physalis sind wie bei vielen andere Nachtschattengewächsen (Solanaceae) auch leicht beharrt. Sie erreicht eine Wuchshöhe von ungefähr einem Meter und wird wie Tomaten normalerweise einjährig gezogen. Kurz vor dem Frost kann man fruchttragende Physalispflanzen mit noch unreifen Früchten ausgraben und z.B. im Keller die Früchte am Stock reifen lassen. Bereits geerntete grüne Früchte reifen nicht nach. | | | | Substrat: | Normale Gartenerde ist für Physalis bestens geeignet. | | | | Wasserbedarf: | Der Wasserbedarf ist mittel bis hoch. | | | | Lichtbedarf: | Sämlinge sollten möglichst hell stehen und allmählich an die pralle Mittagssonne gewöhnt werden. Die erwachsene Pflanze steht am liebsten in der prallen Sonne. | | | | Temperatur: | Physalis-Sämlinge sollten nicht zu warm (Gefahr des Vergeilens) kultiviert werden, wenn ihnen nicht ein ausgesprochen heller Standort geboten werden kann. Die Pflanze verträgt die mitteleuropäischen Sommertemperaturen, ist jedoch nicht frosthart. | | | | Sonstiges: | Man sollte ab Februar oder März Pflanzen vorziehen und sie, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind (d.h. in der Regel ab Mitte Mai), frei auspflanzen. | | | | Verwandte Arten: | Physalis franchetii, die als Zierpflanze bekannte Lampionblume, deren lampionförmige Fruchthülle leuchtend orangerot bis rot gefärbt ist. |
| Frucht: | Die Früchte werden entweder unter dem Namen Physalis oder Kap-Stachelbeere angeboten. Meist wird sie in fertig konfektionierten, luftigen Schälchen verkauft. Im Fruchtfleisch sind unzählige Samenkörner enthalten, die man normalerweise mitißt. | | | | Samen: | Anstatt die Samenkörnchen einzeln zu gewinnen, kann man ein Stück Fruchtfleisch mit dem Messer auf ein Stück Papier-Küchentuch wie Butter auf ein Brot aufschmieren und gut trocknen lassen. Danach kann man sie recht leicht mit dem Messer von dem Papier kratzen. | | | | Substrat: | Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen. Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel. | | | | Pflanzvorgang: | Füllen Sie eine Anzuchtschale (zur Not auch einen kleinen Blumentopf) mit Substrat, drücken dieses an, säen nicht zu dicht, bedecken diesen mit einer dünnen Schicht Substrat (ca. 0,5 cm) und drücken das Ganze an. Danach muß mit einem Sprühgerät gewässert werden. Beim Gießen mit der Gießkanne würden die feinen Samen weggeschwemmt. | | | | Anzucht: | Die so vorbereitete Anzuchtschale stellt man in ein kleines Zimmergewächshaus mit hohem Klarsichtdeckel an einen warmen, hellen Platz. Sobald die Keimung erfolgt ist, darf die Temperatur nicht zu hoch sein, wenn der Standort nicht ausgesprochen hell ist, da sonst die Jungpflanzen vergeilen. Nach wenigen Tagen stellt man den Deckel zur Lüftung etwas hoch, intensiviert die Lüftung täglich, bis nach ca. 1-2 Wochen der Deckel komplett entfernt wird. Sobald die Verhältnisse draußen es zulassen, vereinzelt man die Pflanzen und setzt sie in den Garten an einen sonnigen Standort. | | | | Wässerung: | Wie so oft muß das Substrat feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Ausgepflanzte Physalis werden wie alle anderen Gartenpflanzen mit der Gießkanne gegossen. | | | | Düngung: | Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich die erste Zeit selbst aus dem Samen. Bis zur Auspflanzung sollte nicht gedüngt werden, um Vergeilung zu vermeiden. Nach dem Auspflanzen in den Garten erübrigt sich eine Düngung in aller Regel ebenfalls, weil gute Gartenerde sowieso alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthält. | | | | Umtopfen: | ----- |
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