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Inhalt:
 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Olivenbaum
Palma de Mallorca/Spanien 2000

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Der Olivenbaum (Olea europaea) ist ein im Alter oft knorriger Baum, der im Mittelmeergebiet große Verbreitung findet und schon seit Urzeiten kultiviert wird. In alten Schriften wird er als Ölbaum bezeichnet. Der Olivenbaum gilt überdies als Symbol des Friedens (Taube mit Ölzweig). Olivenbäume sind eigentlich Nutzpflanzen, die der Oliven wegen in großem Umfang angebaut werden. Das Holz findet für kleinere Gebrauchsgegenstände Verwendung und ist aufgrund des langsamen Wachstums ziemlich teuer. Optisch macht ein Olivenbaum mit seinen lanzettförmigen, graugrünen, silbrig schimmernden Blättern und den eher unscheinbaren Blütenständen nicht unbedingt sehr viel daher, weshalb er als Kübelpflanze relativ selten kultiviert wird. Insbesondere bei Freunden mediterraner Pflanzen findet sich aber mitunter ein Olivenbaum wegen seines Flairs in der Sammlung. Olivenbäume werden maximal 15 m hoch (meistens viel kleiner) und wachsen fast unendlich langsam. Auf der anderen Seite werden sie ziemlich alt; mehrere hundert Jahre sind keine Seltenheit (siehe Bild oben), und auch mehr als tausend Jahre können erreicht werden. Der Stamm ist meistens nicht gerade sondern vor allem im Alter knorrig und besitzt eine hellgraue Rinde. Die eher unauffälligen, gelblichen Blüten befinden sich an Rispen und entwickeln sich auch in Mitteleuropa zu Früchten, die wegen mangelnder Sonneneinstrahlung und zu niedriger Temperatur aber eigentlich nie reif werden.
 
Substrat:Das Substrat sollte vor allem durchlässig sein, bei größeren Pflanzen auch lehmig. Sandige Böden sind daher optimal.
 
Wasserbedarf:Der Wasserbedarf ist eher gering. Das Substrat darf nicht zu feucht sein, sollte andererseits aber auch nicht komplett austrocknen, obwohl Olivenbäume auch kurzzeitige Trockenheit ertragen. Staunässe muß unbedingt vermieden werden. In Ihrer Heimat bekommen sie oft sehr lange keinen Wassernachschub (Regen), so daß sie darauf angewiesen sind, mit ihren extrem weit verzweigten Wurzeln die geringe Restfeuchtigkeit aus dem Boden aufzunehmen. In Kübelkultur hat das Wurzelsystem zwangsläufig nur einen geringen Umfang, so daß man am besten das Substrat stets leicht feucht hält.
 
Lichtbedarf:Der Olivenbaum ist grundsätzlich sehr sonnenhungrig und sollte ganztätig möglichst in der vollen Sonne stehen.
 
Temperatur:In der Wachstumsperiode möglichst sehr warm. Im Winter sind 10 °C ausreichend. Olivenbäume sind, auch wenn das harte Laub anderes suggeriert, in keinster Weise frostresistent. Insbesondere die Wurzeln nehmen bei Frost sofort Schaden. Daher sind ganz besonders Kübelpflanzen wegen ihrer ungeschützten Wurzeln gefährdet.
 
Sonstiges:Wie bei vielen Nutzpflanzen gibt es verschiedene Kultursorten. Die aus Samen gezogenen Pflanzen sind Wildlinge und liefern nur relativ kleine Früchte. Da sie in Mitteleuropa aufgrund des zu kurzen Sommers ohnehin nie reif werden, spielt das aber bei Kübelpflanzen keine Rolle.
 
Verwandte Arten:Es gibt etwa 20 Arten, von denen aber nur Olea europaea weit verbreitet ist. Daneben wird manchmal in Gartencentern Olea pyramidalis angeboten, die die gleichen Ansprüche wie Olea europaea stellt.




Anzucht eines Olivenbaums

Frucht:Oliven kennen Sie sicherlich aus dem Supermarkt, eingelegt in Salzlake oder auch Öl. Auch wenn es sich um "Oliven mit Stein" handelt, ist der Kern durch die verschieden Methoden der Haltbarmachung natürlich nicht keimfähig. Keimfähig sind nur reife Oliven, die weder eingelegt noch erhitzt wurden. Als Samenquelle bleiben daher nur Samenhändler (siehe  Pflanzenlinkliste) oder ein sich in Ihrem Zugriff befindlicher Olivenbaum. Auch wenn Sie nicht zur Reifezeit der Oliven Urlaub machen, ist ein Blick unter einen Olivenbaum immer erfolgversprechend. Dort liegen eigentlich immer genug eingetrocknete Oliven herum. Oft findet man auch gekeimte Oliven oder sogar Sämlinge. Wenn Sie diese in eine kleine Plastiktüte mit leicht (!) feuchter Erde geben, werden sowohl Samen, Keimlinge als auch Sämlinge den Transport nach Hause sicher gut überstehen. Frische Oliven vom Baum, bei denen der Keimvorgang noch nicht begonnen hat, müssen natürlich nicht feucht gelagert werden.
 
Samen:Bei frischen Oliven vom Baum entfernen Sie am besten sofort das Fruchtfleisch, weil es bei nicht idealer Lagerung leicht fault oder schimmelig wird. Unter einem Baum gefundene Samen sind diesbezüglich nicht so anfällig, weil das Fruchtfleisch meistens schon mehr oder minder eingetrocknet ist. Kurz vor dem Auspflanzen wird aber in jedem Fall das Fruchtfleisch entfernt. Ausnahme: Bereits gekeimte Samen.
 
Keimzeit:Abhängig von der Bodentemperatur einige Wochen.
 
Substrat:Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen (bei Cocos-Substrat nicht erforderlich). Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel. Gut geeignet als Anzuchtsubstrat ist aber auch die lehmig-sandige Erde, in der Olivenbäume meistens wachsen.
 
Pflanzvorgang:Sie können Saatschalen genausogut verwenden wie kleine Anzuchttöpfe in Joghurtbechergröße, wobei in letztere nur je ein Samen gepflanzt wird. Die Pflanztiefe beträgt ca. 0,5 bis 1 cm. Daran schließt sich eine Wässerung mit lauwarmem Wasser an.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß sollten Sie im Interesse einer kurzen Keimdauer an einen warmen Platz stellen. Sobald der Samen gekeimt hat, ist viel Licht erforderlich, da sonst die jungen Olivensämlinge vergeilen. Am wohlsten fühlen sich junge Olivenbäumchen im Freien an einem geschützten, warmen Ort im Halbschatten und später in der prallen Sonne (Jungpflanzen daran aber langsam gewöhnen).
 
Wässerung:Wie so oft muß das Substrat während der Keimung feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Nach der Keimung muß das Substrat nur mäßig feucht gehalten werden.
 
Düngung:Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich selbst aus dem Samenkorn. Nach etwa 2 Monaten sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Ab dem zweiten Jahr wird während der Wachstumsphase wöchentlich mit der empfohlenen Menge gedüngt. Nehmen Sie hierfür einen für Blattpflanzen üblichen Dünger.
 
Umtopfen:Umgetopft werden muß erst dann, wenn das Pflanzgefäß gut durchwurzelt ist. Es empfiehlt sich, den vorsichtig vom Pflanzgefäß befreiten Wurzelballen lediglich in ein größeres Gefäß, das schon ein wenig Substrat beinhaltet, zu stellen und mit Substrat seitlich aufzufüllen. Je größer der Olivensämling wird, desto höher sollte der Anteil an guter Gartenerde sein.


Olivenbaum
Kelkheim 1999
 Olivenbaum
Kelkheim 1999
 Olivenbaum
Kelkheim 1999

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Letztes Update dieser Seite: 27.11.2013 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)