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Inhalt:
 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Papaya
Playa Dorada/Dom. Republik 1999
 Papaya
Playa Dorada/Dom. Republik 1999
 Papayafrucht
Kelkheim 2012

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Die Papaya (Carica papaya) ist eine sehr eigenartige Pflanze. Sie bildet einen in der Regel unverzweigten, langen Stamm, der normalerweise bis zu 4 m Höhe erreicht (selten höher). Das Gewebe des innen hohlen Stamms verholzt nicht, weshalb Papaya nicht zu den Bäumen gerechnet werden kann, aber auch keine Staude ist. Ganz oben befindet sich das oft recht spärliche Blattwerk mit den typischen, ledrigen Blättern, die mehrfach eingeschnitten sind und in ihrer Form entfernt an Feigen-Blätter erinnern, aber mehr Blattsegmente besitzen. Die Früchte der Papaya sind botanisch gesehen Beeren und hängen wie bei der Kakao-Pflanze direkt am Stamm und werden artenabhängig mit bis zu 5 kg Gewicht so groß, daß man kaum glaubt, daß die Pflanze mit dieser Last fertig wird. Man unterscheidet zwei Arten von Papaya: Die eher klein bleibende hawaiianische Papaya, deren relativ kleine Früchte man aus dem Obsthandel kennt, und die mexikanische Papaya, die Früchte mit bis zu 5 kg Gewicht hervorbringt. Letztere waren in Deutschland leider lange Zeit nur sehr schlecht erhältlich, aber inzwischen hat sich die Versorgungssituation stark verbessert. Geschmacklich ergibt sich kein großer Unterschied zwischen der hawaiianischen und mexikanischen Papaya. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange bis rosa gefärbt und wohlschmeckend, besitzt aber keinerlei Fruchtsäuren, weshalb es speziell von Leuten, die erstmalig oder nur sehr selten Papaya essen, oft als wenig erfrischend empfunden wird. Wem dies nicht zusagt, kann etwas Limettensaft auf das Fruchtfleich der Papaya träufen und erhält spätestens dann einen wahren Wohlgeschmack. Auch die Papayasamen sind eßbar; sie schmecken beim Zerkauen scharf und enthalten ein eiweißspaltendes Enzym namens Papain, das als verdauungsförderlich gilt und auch als Fleischzartmacher verwendet wird. Die Heimat der Papaya ist Mittelamerika, sie wird aber inzwischen in fast jedem tropischen oder subtropischen Land angebaut und wächst dort inzwischen vielerorten auch verwildert. Papaya ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich, was schlicht bedeutet, daß es männliche und weibliche Papayapflanzen gibt.
 
Substrat:Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein, bei größeren Pflanzen auch lehmig zur Erhöhung der Standfestigkeit. Absolut überlebenswichtig ist eine sehr gute Drainage.
 
Wasserbedarf:Der Wasserbedarf der Papaya ist gering bis mittel. Das Substrat muß unbedingt lediglich leicht feucht gehalten werden; bei höherer Feuchtigkeit nehmen die Wurzeln Schaden. Lediglich bei hohen Temperaturen und viel Sonne darf auch einmal durchdringend gegossen werden. Das  Wasser darf nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Pflanze auf Dauer eingeht. Ältere Papayas, die eine Winterruhe einlegen, brauchen im Winter nur sehr wenig Wasser und dürfen nur sehr sparsam gegossen werden, da sie überaus empfindlich auf zu hohe Substratfeuchtigkeit reagieren.
 
Lichtbedarf:Am wichtigsten überhaupt ist im Sommer ein Standort in voller Sonne. Schon Jungpflanzen vertragen die pralle Mittagssonne. Im Winter muß die Papaya ebenfalls möglichst hell stehen. Wichtig ist, solche Pflanzen, die im Innenraum stehen, keinesfalls plötzlich in die pralle Sonne zu stellen, sondern langsam daran zu gewöhnen, d.h. erst einmal im Halbschatten zu plazieren.
 
Temperatur:Während der Wachstumsphase sollte es (bezogen auf mitteleuropäische Bedingungen) so warm wie möglich sein. Die Überwinterung sollte bei mindestens 10 °C erfolgen. Erschrecken Sie nicht, wenn die Papaya im Winter fast alle Blätter verliert und nur die Triebspitze noch ein wenig Leben zeigt. Zuviel Wasser ist besonders in diesem Stadium tödlich. Halten Sie deshalb den Wurzelballen unbedingt ziemlich trocken. Die Überwinterung von Jungpflanzen ist nicht einfach und sollte bei 15 bis 25 °C bei ebenfalls nur sehr geringen Wassergaben und fast trockenem Wurzelballen erfolgen.
 
Sonstiges:Papayas sind dann reif, wenn sie außen gelb werden und eine ledrige Oberfläche bekommen, was Sie mit den Fingerkuppen leicht ertasten können; die Frucht muß dazu nicht komplett gelb sein. Unreife Früchte sind hingegen hart. Den Reifezustand können Sie keinesfalls mit dem Fingernagel feststellen sondern mit den damit hervorgerufenen Beschädigungen lediglich die Frucht zuverlässig zum Faulen bringen. Auch in den Erzeugerländern werden die Früchte normalerweise kurz vor dem Reifwerden geerntet, also wenn sie anfangen, gelb zu werden, und dann wie Bananen ein paar Tage gelagert. Tiefgrün geerntete Früchte werden jedoch selbst bei langer Lagerung nicht richtig reif und besitzen ein hartes, blaßrosa Fruchtfleisch bzw. verschimmeln irgendwann. Sie sollten daher nur Papayas kaufen, die schon gelbe Stellen besitzen.
 
Verwandte Arten:Es existieren verschiedene Zuchtformen, die sich vor allem in der Größe der Früchte unterscheiden.




Anzucht einer Papaya-Pflanze

Papaya Papaya

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Frucht:Verwenden Sie zur Samengewinnung nur reife Früchte. Sicher können Sie sein, eine reife Papaya erwischt zu haben, wenn diese gelb aussieht wie auf dem Foto oben oder zumindest größtenteils gelblich gefärbt. Papayas werden üblicherweise grün geerntet und reifen innerhalb weniger Tage nach. Sie können daher auch grüne Papayas kaufen und diese nachreifen lassen. Bei dieser Vorgehensweise laufen Sie jedoch ohne Erfahrung bei der Auswahl Gefahr, völlig unreife Früchte zu erwischen, die nicht mehr nachreifen. Gut erhältlich sind in Deutschland hawaiianische Papayas, die meistens ca. 15 cm lang sind. Im gut sortierten Obsthandel kann man jedoch auch die oben abgebildete mexikanische Papaya bekommen, die meistens etwas mehr als 30 cm mißt. Zum lokalen Bedarf wird weltweit in den (Sub-)Tropen meistens die mexikanische angebaut oder wächst dort inzwischen verwildertert durch Verteilung der Samen durch Vögel o.ä. Vorsicht, wenn Sie Papayas in einem Asia-Laden kaufen: Dort werden auch grüne (d.h. gewollt völlig unreife) Papayas angeboten, bei denen das Fruchtfleisch noch nahezu weiß ist und keinerlei entwickelte Samen besitzt. Sie werden z.B. in der Thaiküche als Gemüse verwendet (z.B. für Som Tam, den u.a. mit reichlich Fischsauce zubereiteten Papayasalat).
 
Samen:Papayas besitzen einen Hohlraum längs der Achse der Frucht, welcher ganz oder teilweise mit den pfefferkorngroßen, schwarzen Samen gefüllt ist. Schneiden Sie die Frucht am besten längs durch und löffeln Sie die Samen heraus und trennen Sie sie vom fleisch-/orangefarbenen Fruchtfleisch und dem gelben bis cremefarbenen Haltegewebe. Die eigentlichen Samen sind von einer durchsichtigen Hülle umgeben, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Samen, die nicht tiefschwarz sind, sind nicht reif und sollten aussortiert werden. Am besten rubbeln Sie die Hülle zwischen zwei Blatt Küchenkrepp ab, waschen die Samenkörner mit handwarmem Wasser und säen sie sofort aus. So präparierter Samen ist nicht lange lagerfähig, keimt aber gut. Wollen Sie den Samen aufheben, sollten Sie die Hülle hingegen nicht beschädigen sondern die Samenkörner bei Zimmertemperatur langsam trocknen.
 
Keimzeit:Ungefähr zwischen 2 und 4 Wochen bei ausreichend hoher Substrattemperatur (25 bis 30 °C)
 
Substrat:Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Cocos-Substrat, Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Am besten bewährt hat sich bei mir eine Mischung von ca. 2/3 Perlite plus 1/3 Cocossubstrat. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man organisches Substrat vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen (bei Cocos-Substrat und Perlite nicht erforderlich). Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel.
 
Pflanzvorgang:Vorzugsweise sollten Sie aufgrund der empfindlichen Wurzeln kleine Anzuchttöpfe in Joghurtbechergröße verwenden. Der Anzuchttopf muß unbedingt ein Wasserabzugsloch besitzen. Pro Topf wird nur je ein Samen gepflanzt und mit Klarsichtfolie oder einer Glasplatte abgedeckt. Dadurch wird das bei Saatschalen erforderliche Pikieren, das junge Papaya-Pflanzen oft nicht überleben, vermieden. Auch ohne Umtopfen ist die Mortalität von Papayasämlingen schon hoch genug; also pflanzen Sie ruhig einige Pflanzen. Füllen Sie den Topf zu diesem Zweck mit Substrat, legen den Samen in die Mitte und bedecken diesen dann mit einer ca. 0,5 cm dicken Substratschicht. Daran schließt sich eine Wässerung mit lauwarmem Wasser an.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß muß nun an einen warmen Platz. Wenn Sie die Pflanze auf eine Fensterbank stellen wollen, prüfen Sie am besten zuerst, ob es dort auch wirklich warm ist; gefordert werden zwischen 25 und 30 °C. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist nämlich die Fensterbank deutlich kühler als man gemeinhin annimmt - auch dann, wenn sich darunter ein eingeschalteter Heizkörper befindet. Bestens geeignet ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Substrattemperatur einstellen kann. Im Fachhandel sind diese etwa ab 40x25x20 cm (HxBxT) großen Gewächshäuser ab ca. 40 Euro erhältlich. Unter Umständen kann man zur Keimung auch einen Platz neben (aber keinesfalls auf) einem Heizkörper wählen. Vorher sollten Sie aber die Temperatur an exakt diesem Ort am besten mit einem Minima-/Maximathermometer über einen Tag kontrollieren. Sobald der Samen gekeimt hat, ist viel Licht erforderlich, da sonst die Papayasämlinge vergeilen. Ab einer Wuchshöhe von ca. 5 cm öffnet man das Gewächshaus einen kleinen Spalt und dann allmählich immer weiter. Am wohlsten fühlen sich die Papaya im Freien in der prallen Sonne (Jungpflanzen daran aber langsam gewöhnen).
 
Wässerung:Wie so oft muß das Substrat während der Keimung feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Nach der Keimung muß das Substrat nur mäßig feucht gehalten werden.

Die richtige Wässerung ist bei der Papaya ohnehin sehr schwierig: Einerseits benötigt die Pflanze genügend Wasser, auf der anderen Seite verträgt sie nasses Substrat nur sehr schlecht. Vor allem bei niedriger Temperatur (Winter) ist zu feuchtes Substrat häufig der Anfang vom Ende. Ein sehr durchlässiges Substrat mit einem hohen Anteil von Perlit wirkt einer Vernässung entgegen.
 
Düngung:Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich selbst aus dem Samenkorn. Nach etwa 2 Monaten sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Ab dem zweiten Jahr wird während der Wachstumsphase wöchentlich mit der empfohlenen Menge gedüngt. Nehmen Sie hierfür einen für Blattpflanzen üblichen Dünger.
 
Umtopfen:Umgetopft werden muß erst dann, wenn das Pflanzgefäß gut durchwurzelt ist. Seien Sie wegen der empfindlichen Wurzeln hierbei sehr vorsichtig. Es empfiehlt sich, den vorsichtig vom Pflanzgefäß befreiten Wurzelballen lediglich in ein größeres Gefäß, das schon ein wenig Substrat beinhaltet, zu stellen und mit Substrat seitlich aufzufüllen. Bei etwa 2 m hohen Exemplaren ist ein Topfdurchmesser von ca. 40 cm übrigens ausreichend. Für ältere Exemplare können Sie ein Substrat aus Cocos-Substrat, Kompost, Perlite und Gartenerde zu gleichen Teilen verwenden, wobei der Perliteanteil zugunsten einer besseren Drainagefähigkeit bis zu einem Anteil von 50% erhöht werden kann.
  

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