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Cherimoya
 
   
 
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Inhalt:
 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Cherimoyabaum
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herb Baehre

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Die Cherimoya (Annona cherimola), ist ein bis zu 10 m hoher, immergrüner strauchiger Baum, der in den Subtropen beheimatet ist. Er wird wegen seiner süßen Früchte, die man auch Süßsack nennt, angebaut. Die hellgrünen Blätter sind etwa 5 bis 15 cm lang und besitzen Blattadern, die leicht vertieft angeordnet sind. Dadurch entsteht der Eindruck eines welligen Blatts, das entfernt an ein Buchenblatt erinnert. Ein Cherimoyabäumchen, das keine Früchte angesetzt hat, ist optisch wenig auffällig und könnte genausogut eine mitteleuropäische Pflanze sein. Die Früchte besitzen entweder Ausbuchtungen, die aussehen, als ob von innen jemand mit einem spitzen Gegenstand in Blech gehauen hätte (siehe Bild), oder aber facettenartige Abplattungen. Im Obstladen wird man vornehmlich die letzte Variante, die entfernt an einen geschliffenen Edelstein erinnert, antreffen. Diese bleibt übrigens auch im reifen Zustand hellgrün. Das Fruchtfleisch ist weiß und sehr süß.
 
Substrat:Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein, bei größeren Pflanzen auch lehmig.
 
Wasserbedarf:Der Wasserbedarf ist gering bis mittel. Cherimoyas sind empfindlich gegenüber Staunässe. Im Winter eher trocken halten.
 
Lichtbedarf:Im Sommer möglichst sonnig. Jungpflanzen mögen jedoch keine pralle Sonne. Im Winter ebenfalls möglichst hell.
 
Temperatur:Während der Wachstumsphase gern warm aber gerne mit kühlen Nächten. Überwinterung sollte bei Raumtemperatur erfolgen. Ältere Pflanzen können bei mindestens 10 °C überwintert werden.
 
Sonstiges:---
 
Verwandte Arten:Nicht bekannt




Anzucht einer Cherimoya

Cherimoya Cherimoya halbiert Cherimoyasamen

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Frucht:Die Früchte werden in Mitteleuropa eher selten angeboten. Die Frucht ist im reifen Zustand mittel- bis hellgrün mit leicht bräunlichem Stich und gibt auf ganz leichten Druck mit den Fingerspitzen (nicht Fingernägeln!) nach. Die Oberfläche der im Handel erhältlichen Früchte erinnert wegen der Facetten leicht an einen geschliffenen Edelstein. Das weiße bis cremefarbene, süße bis sehr süße Fruchtfleisch wird entweder pur gegessen oder zur Zubereitung von Desserts verwendet. Je nach Sorte und Reifegrad sind die Früchte beim puren Genuß wohlschmeckend bis schlicht zu süß. Man kann sie beispielsweise halbieren und einfach auslöffeln.
 
Samen:Man entnimmt die harten, dunkelbraunen bis schwarzen, abgeplatteten und mit 5 - 10 mm Durchmesser sehr handlichen Samen, und wäscht sie unter fließendem Wasser.
 
Keimzeit:Ungefähr zwischen 1 und 3 Monaten abhängig von der Substrattemperatur
 
Substrat:Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen. Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel.
 
Pflanzvorgang:Am besten verwendet man für jeden Samen ein separates Pflanzgefäß, um ein Vereinzeln der empfindlichen Jungpflanzen zu vermeiden. Dieses im Durchmesser mindestens 8 cm große Gefäß füllt man zuerst mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Tonscherben und dann mit Pflanzsubstrat unter leichtem Andrücken bis ungefähr 1 - 2 cm unter den Gießrand. Danach legt man den gesäuberten Kern mittig, flach hinein und füllt die restlichen 1 - 2 cm mit Substrat auf und drückt dieses leicht an. Daran schließt sich eine durchdringende Wässerung mit lauwarmem Wasser an. Idealerweise verwenden Sie hierfür ein Sprühgerät, denn beim Gießen mit der Gießkanne wird sehr leicht das Substrat lokal weggeschwemmt.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß muß nun an einen warmen Platz. Solange kein Trieb sichtbar ist, darf dieser auch stockdunkel sein. Wenn Sie die Pflanze auf eine Fensterbank stellen wollen, prüfen Sie am besten zuerst, ob es dort auch wirklich warm ist; gefordert werden um die 25 bis maximal 30 °C. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist nämlich die Fensterbank deutlich kühler als man gemeinhin annimmt, auch dann wenn sich darunter ein eingeschalteter Heizkörper befindet. Bestens geeignet ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Bodentemperatur einstellen kann. Im Fachhandel sind diese etwa ab 40x25x20 cm (HxBxT) großen Gewächshäuser ab ca. 40 Euro. Unter Umständen kann man auch einen Platz neben einem Heizkörper wählen. Vorher sollten Sie aber die Temperatur an diesem Ort am besten mit einem Minima-/Maximathermometer über einen Tag kontrollieren. Sobald Triebe sichtbar werden, muß die Pflanze an einen möglichst hellen Platz. Dabei darf sie nicht in der prallen Sonne stehen.
 
Wässerung:Wie so oft muß das Substrat feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Damit können Sie am späten Nachmittag unter Verwendung kalkarmen Wassers auch die Blätter einnebeln (dies darf keinesfalls in der prallen Sonne erfolgen).
 
Düngung:Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich selbst aus dem Kern. Nach etwa 2 Monaten sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Dies gilt bei Überwinterung von Jungpflanzen im Zimmer auch im Winter, da die Cheremoya dann keine Winterpause einlegt. Voraussetzung ist jedoch ein sehr heller und warmer Standort.
 
Umtopfen:Die Pflanze kann aufgrund der nicht sehr starken Wurzelbildung lange im gleichen Topf verbleiben. Nach 1 bis 2 Jahren sollten Sie das Anzuchtsubstrat gegen eine Mischung aus Cocos-Substrat (notfalls Torf), Kompost, Perlite und lehmiger Gartenerde (zu gleichen Teilen) austauschen.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)