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Strelitzie
 
   
 
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 Pflanzenbeschreibung
 Anzucht

Strelitzie (Strelitzia reginae) Blüte Strelitzie (Strelitzia nicolai) Strelitzie (Strelitzia nicolai) Blüte
Mallorca 2000Tunesien 2004Tunesien 2004

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Pflanzenbeschreibung

Beschreibung:Strelitzien gehören zur Familie der Bananengewächse (Musaceae) und sind daher mit den Bananen eng verwandt. Im Gegensatz zu diesen bilden Strelitzien jedoch keine Scheinstämme aus. Die Blätter bilden in ihrer Gesamtheit vielmehr eine Art aufrecht stehenden Fächer, sind also auf einer gedachten, senkrecht stehenden zweidimensionalen Ebene angeordnet. Die Blätter unterscheiden sich durch ihre Form und Farbe geringfügig von Bananen. Sie sind ca. 40 bis 50 cm lang, eher schmal und stehen an langen Stielen. Strelitzia regina erreicht eine Höhe von bis zu knapp unter 2 m (S. nicolai bis zu 8 m) und wächst wegen der Anordung der Blätter ziemlich in die Breite. Auffallend sind die bis zu 20 cm langen, blau-/orangefarbenen Blüten, die im Frühjahr/Sommer erscheinen und in Verbindung mit dem Hochblatt, dem sie entspringen, wie ein Vogelkopf aussehen. Daher auch der Name Paradiesvogelblume. Diese ist auch eine begehrte Schnittblume, die in der Vase lange hält.
 
Substrat:Das Substrat sollte durchlässig sein. Ansonsten stellt die Strelitzia keine besonderen Ansprüche.
 
Wasserbedarf:Der Wasserbedarf der Strelitzie ist stark abhängig von der Anzahl der Blätter und als recht hoch zu bezeichnen, da über die großen Blattflächen viel Wasser verdunstet wird. Im Winter darf das Substrat nur ganz leicht feucht gehalten werden, insbesondere bei kühler Überwinterung.
 
Lichtbedarf:Im Sommer möglichst sonnig. Auch Jungpflanzen vertragen die pralle Mittagssonne, sollten aber allmählich daran gewöhnt werden. Im Winter ebenfalls möglichst hell.
 
Temperatur:Während der Wachstumsphase gern ausgesprochen warm. Die Überwinterung sollte bei etwa 10 °C oder geringfügig mehr erfolgen. Je wärmer die Überwinterung erfolgt, desto mehr Licht muß vorhanden sein.
 
Sonstiges:Auch wenn Strelitzien gern in voller Sonne stehen, muß man sie nach der Überwinterung unbedingt wieder langsam an die Sonne gewöhnen. Und trotz des hohen Wasserbedarfs mögen Strelitzien keine Staunässe. Im Sommer sollte man sie möglichst nach draußen stellen.
 
Verwandte Arten:Es existieren 5 unterschiedliche Strelitzien-Arten, die sich u.a. in der Farbe der Blüten unterscheiden. Die auffallendsten und schönsten Blüten besitzt Strelitzia reginae (blau/orange)




Anzucht einer Strelitzie

Frucht:---
Samen:Strelitzien-Samen sind ungefähr erbsengroß. Erhältlich sind sie in gut sortierten Fachgeschäften und Gartencentern oder über Versandhändler, siehe  Pflanzenlinkliste.

Vor der Aussaat sollten die Samen ungefähr einen Tag lang oder auch zwei in lauwarmen Wasser eingeweicht werden, um die ohnehin schon lange Keimzeit ein wenig zu verkürzen.
 
Keimzeit:Die Keimzeit ist mitunter sehr lang und kann einige Monate betragen.
 
Substrat:Zur Anzucht ist lockeres, unbedingt nährstoffarmes (damit sich die Wurzeln gut entwickeln) Substrat mit einem pH-Wert nicht über 7, wie z.B. Torf oder spezielle Anzuchterde, geeignet. Um sicherzugehen, daß keine Schädlinge und Pilze im Pflanzsubstrat vorhanden sind, kann man dieses vor Verwendung im Backofen oder noch besser in der Mikrowelle in einem hitzebeständigen Gefäß für eine Viertelstunde auf mindestens 160 °C erhitzen. Das Substrat muß dabei leicht feucht sein. Das Gefäß darf keinesfall fest verschlossen sein, da der entstehende Wasserdampf dieses sprengen würde! Es muß jedoch einen Deckel besitzen, damit nicht zuviel Wasserdampf entweicht. Gut geeignet sind feuerfeste Glasschüsseln mit aufliegendem Glasdeckel.
 
Pflanzvorgang:Man füllt ein kleines Pflanzgefäß zuerst mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Tonscherben und dann mit Pflanzsubstrat unter leichtem Andrücken bis zum Gießrand. Danach drückt man den Samenkern ca. 2-3 cm tief in das Substrat und drückt das Substrat gut an. Daran schließt sich eine durchdringende Wässerung mit lauwarmem Wasser an. Idealerweise führen Sie die Wässerung so durch, daß Sie das Pflanzgefäß solange in einen größeren mit Wasser gefüllten Untersatz o.ä. stellen, bis die Oberfläche des Substrats infolge Kappilarwirkung feucht wird.
 
Anzucht:Das so vorbereitete Pflanzgefäß muß nun an einen warmen Platz. Solange kein Trieb sichtbar ist, darf dieser stockdunkel sein. Hilfreich ist eine über das Pflanzgefäß übergestülpte Klarsichttüte, da diese erstens temperaturerhöhend wirkt und die Verdunstung vermindert. Auf diese Weise braucht man normalerweise wochenlang nicht zu gießen. Ab und zu sollte man die Tüte jedoch zur Durchlüftung kurz abnehmen. Sobald sich ein Trieb zeigt, wird die Tüte komplett abgenommen.
Wenn Sie die Pflanze auf eine Fensterbank stellen wollen, prüfen Sie am besten zuerst, ob es dort auch wirklich warm ist; gefordert werden um die 25 °C bis maximal 30 °C. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten ist nämlich die Fensterbank deutlich kühler als man gemeinhin annimmt, auch dann wenn sich darunter ein eingeschalteter Heizkörper befindet. Bestens geeignet ist ein beheizbares Zimmergewächshaus, bei dem man idealerweise die Bodentemperatur einstellen kann. Im Fachhandel sind diese etwa ab 40x25x20 cm (HxBxT) großen Gewächshäuser ab ca. 40 Euro. Unter Umständen kann man auch einen Platz neben einem Heizkörper wählen. Vorher sollten Sie aber die Temperatur an diesem Ort am besten mit einem Minima-/Maximathermometer über einen Tag kontrollieren.
 
Wässerung:Wie so oft muß das Substrat feucht aber nicht naß sein. Am besten benutzen Sie zum Bewässern ein Sprühgerät. Damit können Sie am späten Nachmittag unter Verwendung kalkarmen Wassers auch die Blätter einnebeln (dies darf keinesfalls in der prallen Sonne erfolgen).
 
Düngung:Sämlinge werden überhaupt nicht gedüngt, denn sie versorgen sich selbst aus dem Samenkern. Nach etwa 2 Monaten sollte man beginnen, sehr schwach mit einem Flüssigdünger zu düngen, d.h. einmal pro Woche ein Viertel der empfohlenen Menge. Dies gilt auch im Winter, da die kleine Strelitzie keine Winterpause einlegt. Voraussetzung ist jedoch ein sehr heller und warmer Standort. Ältere Pflanzen, die relativ kühl überwintern, wachsen hingegen in dieser Zeit nicht und werden deshalb auch nicht gedüngt und nur sehr sparsam gegossen.
 
Umtopfen:Umtopfen muß man erst, wenn das alte Pflanzgefäß zu klein geworden ist, d.h. die Wurzeln aus den Wasserabzuglöchern herauskommen. Wie immer sollte das neue Pflanzgefäß nicht viel größer als das alte sein.


  

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Letztes Update dieser Seite: 27.11.2013 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)