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Bougainvillea
Kelkheim 1999
 Bougainvillea Detail
Kelkheim 1999

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Name:Bougainvillea glabra (Drillingsblume)
 
Beschreibung:Die nicht ganz 20 Arten umfassende Gattung Bougainvillea, die Drillingsblume, gehört zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). Es handelt sich um bis zu etwa 5 m Höhe erreichende, farbenprächtige, kletternde, bedornte Sträucher, die in südlichen Ländern weit verbreitet sind. Die eigentlichen, eher unscheinbaren Blüten sind ähnlich wie bei  Weihnachtssternen von leuchtend bunten Hochblättern umrahmt, die aufgrund ihrer Farbigkeit oft für Blütenblätter gehalten werden. Als Zierpflanze ist fast ausschließlich Bougainvillea glabra üblich, deren Heimat in Brasilien liegt und die in ihrer ursprünglichen Form lilafarbene Hochblätter besitzt. Die auf ihr basierenden Sorten sind in vielen Farben erhältlich; vor allem Rot- und Violettöne sind weit verbreitet, aber es gibt auch orange und weiße Sorten. Der Name Drillingsblume rührt daher, daß jeweils 3 Blüten zusammenstehen und gemeinsam von den farbigen Hochblättern umgeben sind. Junge Triebe incl. der Blätter besitzen oft einen rötlichbraunen Farbton, ältere Blätter hingegen sind mittelgrün und besitzen einen seidigen Glanz.

Bougainvillea bildet bei guter Pflege recht schnell meterlange Ranken, denen man Halt an einem Spalier geben sollte, da die Pflanze sich nicht selbst tragen kann. Auf diese Weise kann man ganze Hausfronten zuwachsen lassen, was im mediterranen Raum auch oft gemacht wird. Leider ist dies in Mitteleuropa wegen nicht ausreichender Frostresistenz nicht möglich. Die farbigen Hochblätter sind empfindlich gegenüber starkem Regen oder anderer mechanischer Belastung; sie fallen dann ab. Der beste Standort ist daher direkt an einer gegen Süden gerichteten Hauswand, wobei einerseits der Dachüberstand vor Regen schützt und andererseits das Mauerwerk nachts Wärme spendet.
 
Bougainvillea verschiedene Farben
Tunesien 2004

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Wasser:Bougainvillea benötigt nicht übermäßig viel Wasser. Mit reicher "Blüte" d.h. der Ausbildung farbiger Hochblätter kann man aber nur rechnen, wenn der Wurzelballen stets leicht feucht gehalten wird. Staunässe oder ein dauerhaft zu nasses Substrat hingegen führt noch viel stärker als bei anderen empfindlichen Pflanzen zum Verfaulen der Wurzeln und damit zum Tod der Pflanze. Bei Wassermangel wirft Bougainvillea auch im Sommer die Blätter ab und wartet im kahlen Zustand auf die nächste Wasserzufuhr. Auch scheinbar abgestorbene Pflanzen treiben nach Wasserzufuhr nach einigen Wochen meistens wieder aus. Mit etwas Glück kann man auch solche Pflanzen, die z.B. während des Urlaubs wochenlang kein Wasser mehr bekommen haben, wieder zum Leben erwecken, sofern der Pflanztopf zumindest noch über eine geringe Restfeuchte verfügt; oft sind dann aber die meisten oberirdischen Pflanzenteile abgestorben.

Im Winter bei kühler Überwinterung wirft Bougainvillea ebenfalls die Blätter ab. Während dieser Zeit darf das Substrat nur ganz leicht feucht gehalten werden. Je nach Temperatur und Kübelgröße reicht es dann oft, einmal alle 4 Wochen ein wenig zu gießen.
 
Licht:Der Standort sollte so sonnig wie möglich gewählt werden. Nur dann blüht die Drillingsblume in zufriedenstellender Weise.
 
Temperatur:Bougainvillea ist nicht nur eine sonnenhungrige sondern auch äußerst wärmeliebende Pflanze. Deshalb ist eine Hauswand in Süd-Richtung der ideale Standort. Das Mauerwerk reflektiert einerseits tags die Infrarotstrahlung der Sonne und wärmt andererseits nachts die Pflanze. Zur Erzielung einer reichen Blüte ist dies unabdingbar. Trotzdem ist die Drillingsblume recht kältetolerant; sie verträgt sogar kurze, leichte Nachtfröste. Sie ist aber nicht so frostresistent, daß sie im Freien mitteleuropäische Winter übersteht.

Die Überwinterung erfolgt am besten bei einer Temperatur zwischen ca. 5 und 15 °C. Eine niedrige Wintertemperatur begünstigt die Blütenbildung im Frühjahr. Wenn hierbei die Blätter abfallen und damit keine Assimilation stattfindet, ist die Überwinterung sogar in einem dunklen Raum möglich.
 
Düngung:Einmal alle ein oder zwei Wochen mit einem Universal- oder Blühpflanzendünger, der nach Herstellervorschrift angesetzt wird.
 
Vermehrung:Fast immer durch Stecklinge, obwohl diese für den Laien meistens nicht leicht zu bewurzeln sind. Am besten schneidet man aus den Ranken ca. 30 cm lange Stecklinge und bewurzelt diese sofort bei erhöhter Substrattemperatur (ca. 25 °C), idealerweise unter Verwendung von Bewurzelungshormonen (Indolyl-Buttersäure). Je holziger die Stecklinge desto höher sollte deren Konzentration sein. Die Bewurzelung dauert normalerweise einige Monate. Noch etwas besser wurzeln krautige Kopfsteckling, die man mit ca. 0,1%iger Indolyl-Buttersäure behandelt.

Mehr über Stecklingsanzucht können Sie in  Vegetative Vermehrung erfahren.
 
Sonstiges:Am besten räumt man Bougainvillea Mitte Mai nach den letzten Nachtfrösten aus und läßt die Pflanze den Sommer und Herbst über an einer Mauerwand ranken. Vor dem Einräumen (wenn stärkere Nachtfröste drohen) kann man stark zurückschneiden, um im Winterquartier Platz zu sparen. Aufgrund ihrer Schönheit und der zudem geringen Ansprüche an das Winterquartier ist Bougainvillea eine sehr empfehlenswerte Kübelpflanze. Sie ist auch für Anfänger geeignet.
 
Verwandte Arten:Es gibt knapp 20 verschiedene Arten, von denen als Zierpflanze neben Bougainvillea glabra in geringem Ausmaß nur Bougainvillea spectabilis üblich ist. Sie ist nicht ganz so blühwillig, erreicht aber eine größere Wuchshöhe. Ihre Blätter sind stark behaart.
 
Preisbeispiel:Bougainvillea ist leider nicht ganz billig: Für eine kleine Topfpflanze werden oft zwischen 8 und 10 Euro, für hüfthohe Exemplare ab ca. 25 Euro verlangt. In Mittelmeerländern sind brusthohe Pflanzen hingegen oft schon für weniger als 3 Euro zu haben. Es ist daher lohnenswert, sie aus dem Urlaub mitbringen.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)