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Engelstrompete (Datura / Brugmansia)
 
   
 
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Name:Engelstrompete, Stechapfel (Datura suaveolens), Brugmansia, Brugmansie

Anmerkung: Vor einiger Zeit wurde Datura mit Ausnahme von Datura stramonium auf Betreiben vor allem amerikanischer Biologen in Brugmansia umbenannt. Mit dieser Umbenennung und damit einhergehenden Abtrennung von Datura stramonium sind aber vor allem europäische Biologen nach wie vor überhaupt nicht einverstanden. Brugmansia wird daher oft immer noch als Datura bezeichnet, weshalb hier vorzugsweise der alte Name beibehalten wurde.
 
Beschreibung:Datura suaveolens, aufgrund der großen trompetenförmigen Blüten auch Engelstrompete genannt, gehört zur Familie der Solanaceae (Nachtschattengewächse). Die oft auch Stechapfel (echter Stechapfel siehe unter "Verwandte Arten") genannte, recht schnellwüchsige Pflanze ist weltweit in warm temperierten bis tropischen Zonen weit verbreitet. Es sind viele Datura-Arten bekannt. Bei den im Handel erhältlichen Zierpflanzen handelt es sich meistens um Datura suaveolens oder um Zuchtformen, die mehr oder weniger darauf basieren. Die vielen angebotenen Sorten kann man meistens keiner Art eindeutig zuordnen.

Die Engelstrompete, Datura suaveolens, ist ein Halbstrauch, der bis zu 5 m Höhe erreichen kann. Die großen, lanzett-eiförmig geformten Blätter sind mittelgrün und am Rand leicht gewellt. Aufgrund der reinweißen Farbe der nach unten hängenden, bis zu 30 cm langen Blüten, wird sie Engelstrompete genannt. Sie duftet stark und sehr angenehm. Die Blütenbildung beginnt ungefähr im Juni und hält bis zum Einräumen an. Die gelblichen bis rötlichen Farbtöne der im Handel erhältlichen Sorten wurden von anderen Arten (z.B. Datura sanguinea oder Datura aurea) eingekreuzt, wobei auch Datura aurea mit ihren goldgelben Blüten als Zierpflanze verwendet wird. Alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere Früchte und Samen. Kleinkinder, die alles gerne in den Mund nehmen, sollten Sie daher unbedingt fernhalten. Alleine durch Berühren sind keine negativen Auswirkungen bekannt.
 
Wasser:Der Wasserbedarf der Engelstrompete ist insbesondere im Hochsommer extrem hoch. Das Substrat muß immer feucht sein. Abhängig von der Kübelgröße reicht selbst dreimaliges Gießen am Tag nicht aus, um zeitweise schlaff herabhängende Blätter zu vermeiden. Im Winter wird das Substrat hingegen nur leicht feucht gehalten.
 
Licht:Im Sommer stehen Engelstrompeten den ganzen Tag über gern so sonnig wie möglich. Sie geben sich aber auch mit Halbschatten zufrieden. Für die Überwinterung als Kübelpflanze genügt ein nicht unbedingt sehr heller, aber kühler, frostfreier Raum.
 
Temperatur:Während der Wachstumsphase so warm wie möglich, denn nur dann blüht die Engelstrompete in ihrer vollen Pracht. Eine Hauswand o.ä. im Rücken zwecks nächtlicher Wärmeabgabe ist ideal und schützt zudem vor starken Winden. Die Überwinterung muß kühl aber unbedingt frostfrei erfolgen; je dunkler der Standort desto schädlicher ist es, eine Temperatur von 10 °C zu überschreiten. Am liebsten überwintert Datura bei zwischen 5 und 10 °C. Selbstverständlich kann man Engelstrompeten auch bei höheren Temperaturen (z.B. im Wintergarten) überwintern; dann ist aber genügend Licht wichtig. Zu empfehlen ist aber eine kühle Überwinterung.
 
Düngung:Einmal pro Woche mit einem Grün- oder Blühpflanzendünger, der nach Herstellervorschrift angesetzt wird.
 
Vermehrung:Erfolgt fast immer durch Stecklinge, die man im Frühjahr relativ leicht bewurzeln kann. Aussaat ist jedoch ebenfalls möglich. Samen ist im Handel erhältlich.
 
Sonstiges:Alle Teile der Pflanze sind leicht giftig (beim Verschlucken); man sollte deshalb Kleinkinder, die an allem herumkauen, von der Engelstrompete fern halten.

Das Substrat sollte einen hohen Lehmanteil besitzen. Leichte Substrate mit vor allem einem hohen Torfanteil sind ungeeignet. Ein Rückschnitt kann, sofern die Datura zu groß geworden ist, ungefähr zeitgleich mit dem Ausräumen erfolgen. Die abgeschnittenen Pflanzenteile kann man bei Bedarf als Stecklinge verwenden und daraus neue Pflanzen ziehen.

Wenn Sie einen Garten besitzen, bietet es sich an, die Pflanze im Frühjahr nach den Eisheiligen frei auspflanzen. Ideal ist, wenn Sie hierfür einen Gittertopf verwenden. Diesen können Sie komplett in der Erde versenken, wobei ein guter Feuchtigkeitsaustausch mit der umgebenden Erde gegeben ist. Im Herbst brauchen Sie lediglich die nach außen reichenden Wurzeln zu kappen und den Gittertopf wieder herauszunehmen und einzuräumen. Im ausgepflanzten Zustand ist sowohl die Wasser- als auch Nährstoffversorgung viel besser und ausgewogener als im Kübel, weshalb das freie Auspflanzen sehr zu empfehlen ist.
 
Verwandte Arten:Wenn man von Stechapfel redet, meint man meistens nicht die oben beschriebenen Arten sondern Datura stramonium, eine einjährige Pflanze mit auffällig gezähnten Blättern, die in Deutschland nicht selten auf Schutt- und Geröllhalden wild vorkommt. Alle Pflanzenteile sehr giftig. Ihre Blätter besitzen eine narkotisierende Wirkung. Aber vor allem die Früchte und Samen enthalten einige Alkaloide wir z.B. Atropin. Sie finden dank ihrer bei entsprechend niedriger Dosierung entkrampfenden Wirkung Anwendung in der Medizin.

Wenn Sie diese Seite aufgrund Ihres Interesses für eine preisgünstige und einfach zu besorgende Droge gefunden haben, als die sie in diversen Newsgroups immer wieder angepriesen wird, möchte ich Ihnen eine Warnung mit auf den Weg geben: Der Grat zwischen halluzigener Wirkung und Herzstillstand ist sehr schmal. Erbrechen und Asthmaanfälle als fast immer auftretende Nebenwirkungen sind ebenfalls sicherlich nicht das, was Sie sich erwünschen. Aufgrund der variierenden Konzentration in den Früchten bzw. Samen ist die Zubereitung eines Stechapfeltees mit der "richtigen" Dosierung zudem russisches Roulette. Wie gesagt: Datura stramonium ist stark giftig und wirkt bei ausreichender Dosierung tödlich!
 
Preisbeispiel:Kleine Pflanzen mit ca. 30 cm Höhe sind oft schon um 2,50 Euro erhältlich. Für größere Kübelpflanzen werden meistens um 25 Euro verlangt.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)