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Kaktus - Pflege von Kakteen
 
   
 
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Inhalt:
 Allgemeines
 Standort
 Licht
 Pflanzsubstrat
 Wasser
 Düngung
 PflegeTips


Allgemeines

Die bei uns erhältlichen Kakteen und Sukkulenten sind fast immer Pflanzen, die in warmen und sonnigen Gegenden natürlich vorkommen. Dementsprechend sind die Ansprüche an die Umweltbedingungen für optimales Wachstum: Warm, viel Sonne und nicht zu nasser Boden sind bei vielen Arten die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen.

Da es neben den Wüsten- auch Wald- und Wiesenbewohner unter den Kakteen gibt, sollte man bei der Anschaffung darauf achten, wo der Kaktus oder die Sukkulente zu Hause stehen soll. Es gibt durchaus auch Kakteen, die in der prallen Sonne recht schnell eingehen!


Standort

Ausgesprochene Wüstenkakteen mögen es gerne sehr warm und überaus sonnig, kommen aber auch mit der mitteleuropäischen Lichtintensität gut klar. Deshalb ist für diese im Handel weit verbreiteten Stachelkinder die Fensterbank oder ein ähnlich heller Ort (im Sommer auch draußen) gut geeignet. Wiesen- und vielmehr Waldkakteen mögen direkte Sonne hingegen nicht so gern, benötigen aber trotzdem einen hellen Standort. Wie alle Pflanzen vergeilen auch Kakteen und Sukkulenten bei zuviel Wärme bei gleichzeitig wenig Licht. Typische Anzeichen sind eine keglig zulaufende Spitze auf einem Kaktus und eine eher hellgrüne Farbe. Übrigens zeigen viele Kakteen in nicht spezialisierten Geschäften mehr oder minder starke Anzeichen von Vergeilung.


Licht

Für alle Kakteen gut geeignet ist ein sehr heller Platz ohne direkte Sonne mit mindestens 3000 Lux. Bei Kakteen gilt: Je heller desto besser. Viele Arten vertragen die pralle Mittagssonne sogar hinter Glas. Wenn ein Kaktus zuviel Sonne abbekommt, verfärbt er sicht oft bläulich oder manchmal auch rötlich. Dann sollten Sie ihn ab sofort vor direkter Sonne schützen. Der Vorgang ist im Anfangsstadium reversibel, d.h. die Verfärbung bildet sich mit der Zeit zurück. Wenn Sie ihn jedoch in der vollen Sonne stehen lassen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er gewöhnt sich langsam an die Sonne oder er geht langsam ein.

Ob der von Ihnen angedachte oder bereits schon gewählte Standort in Bezug auf das Licht der Pflanze gerecht wird, können Sie am einfachsten mit einem im Handel erhältlichen, sogenannten Luxmeter, einem Meßgerät für die Lichtintensität, feststellen. Wichtig ist, daß der Meßbereich mindestens den Bereich zwischen 700 und 5000 Lux umfaßt und daß eine einigermaßen zuverlässige und genaue Ablesung möglich ist. Solche Geräte sind entweder in Geschäften für Gartenzubehör oder auch im  Versandhandel erhältlich.

Sofern Sie einen Handbelichtungsmesser für fotografische Zwecke besitzen, der die sogenannte Lichtmessung zuläßt (d.h. mit einem milchigem Vorsatz versehen ist), können Sie auch diesen hierfür mit ausreichender Genauigkeit benutzen: Stellen Sie als Filmempfindlichkeit 18 DIN (= 50 ASA) ein. Es ergibt sich nachfolgende Zuordung der sogenannten Lichtwerte (auch EV = exposure value genannt) zur Beleuchtungsstärke. Zusätzlich ist eine Zeit-Blendenkombination angegeben, da nicht alle Handbelichtungsmesser Lichtwerte anzeigen.

 Lichtwert= Blende/Zeit Beleuchtungsstärke
 7      1/4 s bei Bl. 5,6 =   700 Lux          
 8      1/8 s bei Bl. 5,6 = 1400 Lux          
 9      1/16 s bei Bl. 5,6 = 2800 Lux          
 10      1/30 s bei Bl. 5,6 = 5600 Lux          

Die Messung sollten Sie an einem normalen Tag vor- oder nachmittags bei leicht bedecktem Himmel durchführen. Um die Mittagszeit würden Sie Werte erhalten, die zu günstige Gegebenheiten vorgaukeln. Messen Sie genau dort, wo der Kaktus oder die Sukkulente steht bzw. stehen soll. Es ist erforderlich, daß Sie nicht nur ganz vorne am Fenster messen, wo es natürlich am hellsten ist, sondern auch soweit im Innenraum, wie die Pflanze Platz beansprucht. Hierbei werden Sie manche Überraschung erleben! Messen Sie ruhig auch einmal mitten im Wohnraum oder in Raumecken, denen durchaus eine optische Aufwertung durch Pflanzen guttun würde. Sie werden dabei feststellen, daß die Beleuchtungsstärke dort meist dermaßen gering ist, daß keine Pflanze auf Dauer gedeihen kann. Künstliche Beleuchtung sollte man bei Kakteen nicht anwenden, da die geforderten hohen Werte meist nicht erreicht werden. Außerdem findet sich aufgrund des meist geringen Platzbedarfs fast immer ein passendes Plätzchen im Sonnenlicht.


Pflanzsubstrat

Gekaufte Kakteen und Sukkulenten wachsen meistens in einem für Sie geeigneten Pflanzsubstrat. Da Kakteen meistens nicht schnell wachsen, können sie darin oft sehr lange bleiben. Man kann mehrere Exemplare auch in eine größere Pflanzschale stellen, die man vorher mindestens ca. 1 bis 2 cm hoch mit Styroporkörnchen, grobem Bimskies o.ä. als Drainageschicht füllt und die Zwischenräume zwischen den Kakteen dann fast vollständig mit Sand füllt. Anschließend folgt eine obere Schicht aus mehr oder minder grobem (abhängig von der Größe der Kakteen) Split, der nur zur Verschönerung dient.

Statt Sand können Sie fast jedes durchlässige Substrat nehmen; dieses ist auch zum Umtopfen geeignet: Kakteen sind auch diesbezüglich sehr anspruchslos. Die Wasserdurchlässigkeit ist jedoch dringend erforderlich, da Kakteen empfindlich auf Staunässe reagieren. Hervorragend geeignet ist eine Mischung von Gartenerde und Cocos-Substrat (z.B. CocoHum) und/oder Sand. Das Mischungsverhältnis ist ziemlich unkritisch. Der Anteil an Gartenerde sollte aber nicht größer als 2/3 sein, um eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit zu garantieren.


Wasser

Gießzeit und -menge

Wie schon angedeutet, mögen auch Kakteen regelmäßige Wassergaben. Leider wird hier jedoch aus Unkenntnis oft viel zu viel gegossen. Und dies ist leider eine der wenigen Methoden, wie man einen Kaktus zum Eingehen bringen kann. Richtig gießen heißt: Durchdringend gießen (d.h. bis das Substrat nichts mehr aufnimmt, aber Staunässe auf jeden Fall vermeiden) und dann solange warten, bis das Substrat wirklich richtig trocken ist. Erst dann sollte erneut durchdringend gegossen werden. Lieber länger nicht gießen als zu oft, denn 1 Monat völlig ohne Wasser halten die allermeisten Kakteen problemlos aus, bei Staunässe jedoch sterben die Wurzeln ab und der Kaktus geht ein. Sehr gut geeignet für Kakteen in Töpfen ist die Anstaumethode: Hierbei stellt man den Topf mit dem Kaktus in ein größeres Behältnis mit Wasser. Der Wasserspiegel muß dabei höher als der Topf sein, damit er völlig untertaucht. Nach ein paar Minuten erscheinen keine Luftbläschen mehr und man kann den Kaktus wieder herausnehmen. Dann läßt man gut abtropfen und stellt ihn wieder an seinen angestammten Platz.

Im Herbst schränkt man das Gießen langsam ein und stellt es im Winter total ein. Ausnahme: Kakteen, die auf einem Fensterbrett über der Heizung stehen, sollten ungefähr einmal im Monat ein klein wenig Wasser bekommen.


Anforderungen an das Gießwasser

Auch hier zeigt sich die Robustheit der Kakteen: Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen ist der pH-Wert des Wassers für Kakteen nicht übermäßig wichtig, wenngleich ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 optimal ist. Eine übermäßige "Kalkallergie" (eigentlich eher eine "pH-Wert-Allergie") wie bei vielen Citruspflanzen ist jedenfalls nicht zu beobachten.


Düngung

Sofern Sie mehr über Aufbau, Wirkungsweise, Anwendung und Selbstmischen von Dünger erfahren möchten, können Sie dies in  Grundlegendes über Dünger nachlesen.

Insbesondere bei Wüstenkakteen ist der Tisch am natürlichen Standort nicht gerade überreichlich gedeckt. Deshalb kann übermäßige Düngung nur Schaden anrichten. Bewährt hat sich, während der Wachstumszeit einmal im Monat einen ganz normalen, in Wasser gelösten Dünger zu verabreichen. Sofern Ihre Kakteen im Sommer draußen stehen und im Kühlen überwintern, sind spezielle Kakteendünger absolut überflüssig. Sie sollten lediglich darauf achten, daß es sich nicht um einen stark stickstoffbetonten Dünger handelt. Sogenannter Dünger für Blühpflanzen ist meistens sehr gut geeignet. Wer es ganz genau nimmt, verwendet einen Dünger, bei dem erstens der Phosphor- und der Kaliumanteil ungefähr gleich hoch und zweitens der Stickstoffanteil im Vergleich hierzu geringer ist. Bestens geeignet sind 4-6-6,4-6-7 oder 4-7-6. Vielfache davon (wie 2-3-3 oder 6-9-6 statt 4-6-6) haben natürlich die gleiche Wirkung, sind aber schwächer bzw. stärker konzentriert, was man beim Herstellen der gebrauchsfertigen Düngerlösung beachten muß. Hierbei nimmt man ein Viertel der für andere Pflanzen empfohlenen Menge. Düngen sollte man jedoch nicht, wenn der Wurzelballen ganz ausgetrocknet ist. Zu empfehlen ist, einen oder mehrere Tage nach dem Gießen (je nach Witterung) zu düngen.

Während Kakteen, die im Winter eine Ruhepause einlegen dürfen, in Bezug auf Dünger keine besonderen Ansprüche stellen, ist es ratsam, für Kakteen, die im Warmen überwintern, unbedingt einen Dünger mit reduziertem Stickstoffanteil zu verwenden (auch hier muß nur die Zusammensetzung stimmen, der preissteigernde Aufdruck "Kakteendünger" darf auch hier fehlen). Der Grund hierfür ist der, daß trotz Positionierung dicht am Fenster die Helligkeit im Winter in Relation zu der meistens recht hohen Temperatur eigentlich immer zu gering ist. Dadurch ist die Gefahr des Vergeilens, d.h. zum übermäßigen und ungesunden Längenwachstum, gegeben. Dieser kann man dadurch begegnen, daß man mit wenig Stickstoff düngt, um nicht schon von der Nährstoffseite her dieses ungesunde Wachstum zu initiieren. Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist nebenbei bemerkt eine unbedingt sparsame Wässerung, da auch bei reichlichen Wassergaben Kakteen zu wachsen beginnen. Insbesondere bei Wüstenkakteen bedeutet nämlich eine Überschwemmung nach längerer Trockenheit der Beginn einer neuen Vegetationsperiode.


PflegeTips

Wenn Sie in Urlaub fahren, empfiehlt es sich, keine unerfahrenen Leute mit dem Gießen der Kakteen zu beauftragen. Oft genug haben Artgenossen übertriebene Pflege (Wasser!) mit dem Leben bezahlen müssen! Auch wenn Sie 4 oder gar 6 Wochen im Sommer in Urlaub sind, ist es erheblich besser, kurz vor der Abreise ganz normal zu gießen -am besten im Anstauverfahren- und die Kakteen dann sich selbst zu überlassen. Viele Arten ertragen auch ein ganzes Jahr ohne Wasser, insbesondere wenn es sich um größere, kugelförmige Exemplare handelt. Also bloß keine übertriebene Sorge! Nach Ihrer Rückkehr freuen sich die Kakteen um so mehr auf einen reichlichen Schluck Wasser. Und wenn Sie einige Monate nicht zu Hause sind, genügt es, die Kakteen zusätzlich an einen schattigen Ort zu stellen. Ideal ist hierfür während der warmen Saison ein Platz im Freien, der aber überdacht sein sollte. Die Luftfeuchtigkeit und der an nicht ganz so warmen Tagen entstehende Tau bietet Ihren Kakteen recht gute Bedingungen.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)