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Kaktus - Kauf von Kakteen
 
   
 
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 Allgemeines
 Bezugsquellen
 Qualitätsunterschiede
 Tips


Allgemeines

Kakteen gibt es schon fast "überall" zu kaufen, und selbst Tankstellen bilden da keine Ausnahme. Woher es ratsam ist, seine Kakteen zu beziehen, erfahren Sie nachfolgend.


Bezugsquellen

Wie oben schon angedeutet, bestehen zahlreiche Möglichkeiten, zu einem Kaktus zu kommen: Züchter, Fachhandel/Gartencenter, Bau- oder Supermärkte und sogar mitunter Tankstellen seien stellvertretend genannt.

Wenn Sie sich aber ernsthaft für die stacheligen Gesellen zu interessieren beginnen, werden Sie sich fragen, woher Sie gesunde und artenreine Kakteen bekommen können. Abgesehen von der Qualität unterscheiden die verschiedenen Anbieter sich im Wesentlichen durch die Beratung, die einem zuteil wird. Im Groben kann man fachlich gute Beratung bei den Züchtern und vielleicht noch im Fachhandel erwarten, während man in Bau- oder Supermärkten ziemlich alleine gelassen wird. Allerdings drückt sich diese Beratungsmöglichkeit in den meisten Fällen durch einen höheren Preis aus. Ich empfehle Ihnen, auch aus Gründen der Qualität (s.u.), beim Züchter zu kaufen.

Eine weitere Möglichkeit ist, mit anderen Kakteenliebhabern spezielle Sorten zu tauschen, da viele Kakteenfreunde selbst Pflanzen aus Samen oder Seitensprossen vermehren und möglicherweise zuviele Exemplare einer Sorte besitzen. Dies setzt aber voraus, daß Sie Kakteen zum Tausch anbieten können. Gefragt sind hierbei vor allem seltene Arten oder ganz spezielle Varietäten.


Qualitaetsunterschiede

In der Qualität existieren ebenfalls beträchtliche Unterschiede, die viel größer als bei den meisten anderen Pflanzen sind. Dies fängt schon mit der Kennzeichnung an. Oft werden Kakteen mit dem Etikett "Kaktus" verziert, was für jeden ernsthaften Kakteenfreund schlicht den GAU darstellt. Eigentlich noch schlimmer ist, wenn Kakteen falsch etikettiert werden, was ich ebenfalls schon mehrfach gesehen habe. Schließlich möchten Sie ja wohl wissen, um welche Art es sich handelt, zumal sich viele Leute auf ganz bestimmte Arten spezialisieren, die vielmals erst durch die Blüte zu unterscheiden sind. Hier hilft nur der Gang zum Züchter.

Ein weiterer Punkt ist die Artenreinheit. Vor allem bei Anbietern im Low-Price-Bereich liegt die Vermutung nahe, daß auch Bastarde, d.h. unkontrollierte Kreuzungen, angeboten werden. Weiterhin stehen Kakteen oft ungünstig, d.h. meistens bei zu wenig Licht. Dann vergeilen Sie langsam. Dies wirkt sich so aus, daß der Kaktus übermäßig wächst und dabei schlaffes Gewebe anlegt, viel zu lange Dornen ausbildet und seinen Habitus ändert. Kugelkakteen wachsen beispielsweise dann spitz zu. Solche Exemplare sollten Sie keinesfalls kaufen, da diese Art der Schädigung irreparabel ist. Bei zuviel Wasser ist überdies mit Wurzelschäden und einem Verfaulen des Kaktusses zu rechnen. Prüfen Sie deshalb vor Kauf unbedingt, ob der Kaktus sich sehr fest anfühlt, nicht beschädigt ist und fest mit dem Substrat verwurzelt ist.

Eine Geschmacklosigkeit sondergleichen (mehrfach in Supermärkten gesichtet) sind mit Nadeln in den Kaktus gesteckte künstliche Blüten. Abgesehen davon, daß dadurch der Kaktus beschädigt wird, wird dadurch der unbedarfte Käufer getäuscht, da in der Regel ein blühender Kaktus teurer verkauft werden kann als ein nicht blühender. Die Roßtäuschung ist allerdings so plump (Blütenform, -größe und -farbe), daß sie schon Kakteenfreunden mit mäßigen Kenntnissen leicht auffällt.

Kleinere Kakteen werden fast immer wurzelecht angeboten, d.h. sie wachsen auf ihrer eigenen, als Sämling ausgebildeten Wurzel. Große Exemplare, insbesondere Säulenkakteen, werden oft als Steckling verkauft, d.h. im Ursprungsland wird ein ausgewachsener Kaktus kurz und klein geschlagen und die so gewonnenen Triebspitzen mit z.T. beachtlicher Größe als Steckling kultiviert. Abgesehen davon, daß dies nicht gerade naturerhaltend ist, hat ein Steckling handfeste Nachteile: Die Wurzelbildung ist nicht so gut wie bei einer Sämlingswurzel und zudem ist ein Steckling noch empfindlicher gegenüber Kragenfäule als ohnehin schon. Ich persönlich kaufe deshalb nie Stecklinge. Es sei nicht verschwiegen, daß es Kakteen gibt, die nicht oder nur schlecht auf ihrer eigenen Wurzel wachsen können. Hierzu gehören z.B. farbliche Varietäten von Gymnocalycium, die selbst kein Chlorophyll besitzen. Im Handel werden diese sehr oft aufgepropft auf eine andere Unterlage angeboten. Sehr bekannt ist der rote Gymnocalycium auf einem grünen Säulenkaktus.


Tips

Aufgrund der Qualitätsunterschiede, insbesondere der Artenreinheit, Etikettierung und artgerechter Haltung, kann ich Ihnen bei ernsthaftem Interesse nur raten, beim Züchter zu kaufen. Kleinere Kakteen kosten nicht die Welt. Wenn Sie statt im Supermarkt ein Sonderangebot für z.B. 1 Euro nutzen sondern beim Züchter z.B. 2,50 Euro zahlen, hat sich das eigentlich für Sie gelohnt: Sie wissen genau, um welche Art es sich handelt, der Kaktus ist gesund und wurde artgerecht gepflegt.
  

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Letztes Update dieser Seite: 23.08.2014 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)